Finanzpolitik

Bericht zur Luzerner Finanzreform verzögert sich

19. Oktober 2022, 10:34 Uhr
Wie sich die ab 2020 umgesetzte Aufgaben- und Finanzreform (AFR 18) des Kantons Luzern auf die Gemeinden ausgewirkt hat, wird erst 2023 schwarz auf weiss vorliegen. Der Wirkungsbericht kann wegen diverser Probleme nicht schon per Ende 2022 ausgearbeitet werden, wie das kantonale Finanzdepartement am Mittwoch mitteilte.
Der Luzerner Finanzdirektor Reto Wyss (Mitte) kann dem Kantonsrat zu den Wirkungen des AFR 18 noch nicht Bericht erstatten. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
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Mit der von den Stimmberechtigten 2019 gutgeheissenen AFR 18 verteilten Kanton und Gemeinden ihre Aufgaben neu, was auch Folgen auf deren Finanzierung hatte. Die Auswirkungen der Umverteilung sind für die Gemeinden unterschiedlich, etliche, auch die Stadt Luzern, waren mit dem Reformwerk deswegen nicht zufrieden.

Ein Wirkungsbericht soll deswegen aufzeigen, ob die AFR 18 die in sie gesetzten Ziele erreicht und wo allenfalls Korrekturen nötig sind. Der Bericht wird gemeinsam von Kanton und Gemeinden erarbeitet.

Die Arbeiten kamen aber nicht so schnell voran wie geplant. Es habe sich nun gezeigt, dass aktuell keine ausreichend stabile Grundlage für einen Abschluss der Evaluation bestehe, teilte das Finanzdepartement mit. Übergangseffekte, fehlende Daten und hängige Gerichtsverfahren verhinderten ein Fazit.

Die Regierung wird gemäss Mitteilung den Wirkungsbericht somit erst im November 2023 zuhanden des Kantonsrats verabschieden. Die Beratung im Parlament ist für Anfang 2024 geplant und erfolgt ein Jahr später als vorgesehen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. Oktober 2022 10:34
aktualisiert: 19. Oktober 2022 10:34