Einführung F-35A Kampfjet

«Bleibt für uns nicht gleich»: Das sagen Betroffene zur Fluglärm-Analyse über Emmen

08.12.2023, 20:09 Uhr
· Online seit 08.12.2023, 06:37 Uhr
Das VBS hat eine Analyse zum Fluglärm rund um die Militärflugplätze durchgeführt. Dazu gehört auch der Flugplatz Emmen. Die Analyse hat nun gezeigt, dass der Fluglärm in Emmen in etwa gleich bleiben wird. Das sehen jedoch nicht alle so.

Quelle: Tele 1

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Die Berechnungen für den Standort Emmen haben ergeben, dass die Lärmbelastung im Vergleich zum heutigen Flugbetrieb insgesamt in etwa gleich bleibt, schreibt das VBS in einer Mitteilung. Durch eine an die Pistenrichtung angepasste Anwendung der Startverfahren kann im Vergleich zum heutigen Betrieb die Belastung für die direkte Flugplatzumgebung reduziert werden.

«Weil wir in Zukunft eigentlich nur noch laute Flugbewegungen haben, ist der Lärm für die Leute hier nicht wirklich gleichbleibend», findet Peter Lerch vom Schutzverband der Bevölkerung Flugplatz Emmen. Viele befürchten trotz der Analyse, dass es in Emmen künftig schlimmer wird mit dem Fluglärm.

Nachbrenner soll Lärm verringern

Gegen den Lärm habe die Armee eine Lösung gefunden, entgegnet Christian Oppliger, Chef Einführung F-35A. Dies mithilfe eines sogenannten Nachbrenners. Das ist eine Einrichtung am Flugzeug, welche dafür sorgt, dass der F-35A schneller abhebt. «Wenn wir in südöstlicher Richtung starten, beschleunigen wir mit diesem Nachbrenner. Wenn das Flugzeug abgehoben ist, schalten wir den Nachbrenner wieder aus.» Somit sei man höher über den Gemeinden Emmen und Emmenbrücke und könne den Lärm verringern.

Trotzdem sieht Peter Lerch vom Schutzverband das Lärm-Problem nicht gelöst. «Unmittelbar neben dem Flugplatz steigt der Lärm dennoch, auch mit diesem Nachbrenner.» Die nächsten sieben Jahre sind noch die alten Kampfjets im Einsatz. Ab 2030 sollen dann die neuen F-35A-Kampfjets eingesetzt werden.

Auch bei anderen Flugplätzen bleibt Lärmbelastung konstant

Insgesamt hat sich bestätigt, dass die Fluglärmbelastung mit der Ablösung der heutigen Kampfflugzeuge durch F-35A in etwa gleich bleibt. In Emmen ändert sich die Lärmbelastung insgesamt nicht, in Meiringen nimmt sie leicht ab und in Payerne nimmt sie leicht zu.

Für die Einführung des F-35A müssen die Objektblätter der drei Militärflugplätze im Sachplan Militär angepasst und die zulässige Lärmbelastung festgelegt werden. Die Anpassung der Objektblätter wird nach Anhörung der Kantone und Gemeinden sowie unter Mitwirkung der Bevölkerung durch den Bundesrat beschlossen und ist behördenverbindlich.

veröffentlicht: 8. Dezember 2023 06:37
aktualisiert: 8. Dezember 2023 20:09
Quelle: PilatusToday

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