Luzern

Caritas startet Jobvermittlung für geflüchtete Ukrainer

7. Oktober 2022, 13:09 Uhr
Geflüchtete aus der Ukraine dürfen mit dem Schutzstatus S eigentlich arbeiten. Das Problem: Niemand hilft ihnen bei der Jobsuche. Diese Aufgabe will jetzt die Caritas Luzern übernehmen.
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Rund 65'000 Menschen aus der Ukraine sind seit Kriegsbeginn Ende Februar bereits in die Schweiz geflüchtet. Diese will man so gut es geht integrieren, – auch in den Arbeitsmarkt. Viele Geflüchtete freuen sich, wenn sie arbeiten können, weiss Karin Hunziker von Caritas Luzern.

«Sehr viele haben schon Dokumente mitgebracht, – die einen auch den Lebenslauf. Sie haben sich Überlegungen gemacht und hatten gute und konkrete Fragen», erzählt Hunziker von ihren Erfahrungen bei Beratungsgesprächen. Der Wille zu arbeiten, sei da.

Fachwissen ist vorhanden

Der Bund und die Kantone haben zwar bewilligt, dass die Geflüchteten arbeiten dürfen, bei der Jobsuche sind sie aber auf sich gestellt. Die Caritas führte schon 40 Beratungsgespräche durch, finanziert unter anderem von der Glückskette. Bei den Personen aus der Ukraine sei das Fachwissen da, gerade in Bereich der Gastronomie und Gesundheit. Für die Schweiz könnte das eine Chance sein, so Hunziker.

Zuerst Lebensumstände regeln

Doch die Arbeitssuche kann schwierig sein. Bei vielen Geflüchteten ist die Flucht und das Erlebte noch immer in den Köpfen. Dann noch einen Job zu suchen, kann überfordernd sein. «Wir hatten Gespräche mit Menschen, die noch nicht bereit waren», so Karin Hunziker. Denen habe man geraten, die Situation, beispielsweise die Unterbringung der Kinder, erst zu regeln und dann den Weg in die Arbeitswelt zu gehen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. Oktober 2022 12:37
aktualisiert: 7. Oktober 2022 13:09