CKW mit gutem Geschäftsjahr 2017

14. Dezember 2017, 13:32 Uhr
Nach Minus im Vorjahr nun wieder ein Gewinn
Nach Minus im Vorjahr nun wieder ein Gewinn
© Centralschweizer Kraftwerke CKW
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Nachdem die Centralschweizerische Kraftwerke AG vergangenen Jahr noch einen Verlust von 69,7 Millionen Franken einfuhr, resultiert in diesem Jahr wieder ein Gewinn. Unter dem Strich bleiben dem Unternehmen rund 67 Millionen Franken. Die CKW verkauften im vergangenen Geschäftsjahr rund 14 Prozent weniger Strom.

Die CKW spüren nach wie vor die tiefen Strompreise, konnten aber dennoch das vergangene Geschäftsjahr wieder positiv abschliessen. Vor allem neue Dienstleistungen wie etwa das Datacenter im Littauerboden trugen zum positiven Ergebnis bei. Verschiedene Kunden aus Wirtschaft und öffentlicher Hand nutzen diesen Service. Dank dem Datacenter sowie weiteren gut ausgebauten Geschäftsbereichen resultiert in diesem Jahr für die CKW ein positives Unternehmensergebnis von 66,7 Millionen Franken.

Einen Rückgang gab es beim Stromabsatz. So verkauften die CKW rund 14 Prozent weniger Strom als als im Vorjahr. Der Preiszerfall an den Energiemärkten habe das Ergebnis erneut belastet, die Energiepreise lägen unter den Produktionskosten, hiess es an der Bilanzmedienkonferenz. Immerhin zeigte sich zuletzt ein positiver Trend.

Der Stillstand von Leibstadt kostet Millionen

Auch im vergangenen Geschäftsjahr mussten die CKW Wertberichtigungen vornehmen. Unter anderem belastete der Produktionsausfall des noch immer stillstehenden Atomkrafwerks Leibststadt die Rechnung mit rund 25 Millionen Franken, sagte CEO Felix Graf vor den Medien.

Kriegskasse ist gut gefüllt

Gut gefüllt ist die "Kriegskasse". Die CKW verfügen über ein Nettofinanzguthaben von fast 630 Millionen Franken. "Es hilft jedem Unternehmen, wenn es liquid ist. So haben wir keinen Handlungsdruck. Sicher machen wir mit diesem Geld nicht irgendwelche wilden Zukäufe", sagte Graf im Interview mit Radio Pilatus.

Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividendenzahlung von 3 Franken pro Aktie vor, nach 2 Franken im Vorjahr.

 

 

veröffentlicht: 14. Dezember 2017 13:32
aktualisiert: 14. Dezember 2017 13:32