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Luzerner Erfindung

Das Covid-Zertifikat im praktischen Kreditkartenformat

12. Oktober 2021, 16:16 Uhr
Nach der Arbeit noch kurz ein Feierabendbier in der Lieblingsbar, dies funktioniert nur, wenn man das Covid-Zertifikat dabeihat. Was aber, wenn das Handy keinen Akku mehr hat und der ausgedruckte QR-Code zu Hause liegt? Zwei Luzerner Brüder haben die Lösung.
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Man fragt sich wirklich, braucht man das? Ein Covid-Zertifikat im Kreditkartenformat. Für Reto Purtschert aus Richenthal war es vor vier Wochen die perfekte Idee. An einem FCL Match begann es stark zu regnen, sein Covid-Zertifikat, das er nur ausgedruckt dabeihatte, wurde nass und beinahe unleserlich. Die Lösung: Der QR-Code muss auf eine Plastikkarte.

Back-up zum Handy

Seit rund vier Wochen bieten die Brüder Urs und Reto Purtschert nun Covid-Zertifikate im Kreditkartenformat an. Die beiden besitzen die Firma Interha GmbH, die plastifizierte Karten herstellt. Das Kreditkarten-Zertifikat soll ein Back-up zum Handy sein. Zum Beispiel, wenn jemandem das Handy herunterfällt und der Bildschirm einen Riss hat. Oder auch, wenn es einfach keinen Akku mehr hat. «Das Portemonnaie hat man ja sowieso wegen der ID dabei, da kann man dann auch gleich das Kreditkarten-Zertifikat ablegen», sagt Urs Purtschert. Für Personen, die sich mit der heutigen Technik nicht gut auskennen, sei es auch eine Bereicherung. So sei die älteste Person, die ein solches Kreditkarten-Zertifikat bestellt hat, 98 Jahre alt. Die jüngste Person war 18.

Schon über 500 Bestellungen

Die Luzerner Erfindung scheint anklang zu finden. Schon über 500 Bestellungen konnte die Firma Interha in den letzten vier Wochen verzeichnen. Weil das «Zofinger Tagblatt» von dem Kreditkarten-Zertifikat berichtete, hatten die Anfragen in den vergangenen Tagen gar noch mehr angezogen.

Online kann man sein eigenes Zertifikat hochladen und anschliessend die Karte bestellen. In ein paar Tagen hat man sie dann im Briefkasten. Kostenpunkt: 20 Franken. Man könne auch mit dem Zertifikat vorbeigehen oder eine Kopie des Zertifikates per Post senden.

Der QR-Code auf der Karte sei gleich sicher wie der Code auf der App. Da alles personalisiert ist, kann man nur mit einem Abgleich der ID garantieren, dass es sich um den richtigen QR-Code handelt. Wie Reto Purtschert sagt, werde das Kreditkarten-Zertifikat auch im Ausland akzeptiert. So war der Inhaber der Interha GmbH an einem Dortmund-Fussballspiel und die Kontrolle des Zertifikats funktionierte einwandfrei.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 12. Oktober 2021 18:43
aktualisiert: 12. Oktober 2021 16:16