Stadt Luzern

Demonstration gegen Flüchtlings-Diskriminierung

19. März 2022, 15:33 Uhr
In der Stadt Luzern haben am Freitagabend über 250 Menschen gegen die Ungleichbehandlung von Menschen auf der Flucht demonstriert. Zum Protest aufgerufen hat das Bündnis «Alle heisst alle».

Quelle: Tele 1

Menschen aus der Ukraine, die vor dem Krieg fliehen, werden in der Schweiz mit offenen Armen empfangen. Eine solche Solidarität erfahren lange nicht alle Flüchtenden. Dagegen wehrt sich das Bündnis «Alle heisst alle». An einer Demonstration in der Stadt Luzern wollen sie auf die Ungleichbehandlung und auf die «rassistische» Migrationspolitik der Schweizer Regierung aufmerksam machen. Ihrem Ruf sind laut eigenen Angaben über 250 Menschen gefolgt.

«Viele Menschen haben jetzt Mitgefühl, weil sie Ähnlichkeit mit den Menschen aus der Ukraine sehen. Dabei hängt der Wert von Menschen nicht von ihrer Haut- oder Augenfarbe ab. Diese Schubladisierung ist rassistisch und menschenverachtend», sagt Mitorganisatorin Angela Addo.

Quelle: PilatusToday

Die Schweizer Behörden hätten rasch den Schutzstatus «S» aktiviert, um die Menschen aus der Ukraine schnell in der Schweiz aufnehmen zu können. Andere Flüchtlinge aus Syrien oder Afghanistan hätten davon nicht profitieren können. «Es ist problematisch, dass sich die Schweiz jetzt auf die Schulter klopft. Sie zeigt sich solidarisch mit den Menschen aus der Ukraine. Andere werden aber vergessen», so Addo weiter.

Das Bündnis fordert mit ihrer Demonstration eine Willkommenspolitik für alle Menschen. 

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 18. März 2022 21:21
aktualisiert: 19. März 2022 15:33
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