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Bundesstrafgericht

Deutsche soll über Luzerner Firma 400 Millionen ergaunert haben

2. Juli 2021, 07:08 Uhr
Eine 71-Jährige soll über eine Luzerner Handelsfirma rund 400 Millionen Franken ergaunert haben. Es handelt sich dabei um einen der grössten mutmasslichen Schweizer Betrugsfälle, der aktuell vor dem Bundesstrafgericht verhandelt wird.
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© KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi

Im Zentrum der Verhandlungen vor dem Bundesstrafgericht steht die Luzerner Maschinenhandelsfirma Fera, die mittlerweile Konkurs ging. Als Geschäftsführerin der Fera soll die angeklagte 71-Jährige Urkunden gefälscht und damit gegenüber Banken Scheingeschäfte vorgetäuscht haben, schreibt die Luzerner Zeitung.

Die Bundesstaatsanwaltschaft fordert dafür eine Freiheitsstrafe von mindestens drei Jahren und zehn Monaten sowie eine Geldstrafe. Die rund 400 Millionen ergaunerten Franken soll die Frau unter anderem bei einem Schönheitschirurgen, für Meissner-Porzellan oder Kleider ausgegeben haben. Die Affäre war vor über zehn Jahren durch Strafanzeigen der Bank aufgeflogen. Vor Gericht beteuert die Fraue, nie Geschäftsführerin gewesen zu sein und streitet ab, die Banken wissentlich betrogen zu haben.

Das Urteil wird Ende August erwartet. 

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 2. Juli 2021 07:09
aktualisiert: 2. Juli 2021 07:08