Das lange Warten auf Schutzstatus S

«Die Leute wünschen sich Arbeit» – Ein Beispiel zeigt die Probleme der Flüchtlinge

6. April 2022, 07:48 Uhr
Vor gut einem Monat sind die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine in der Schweiz angekommen. Mittlerweile sind es knapp 23'000 Personen. Viele von ihnen kommen bei Privaten unter. Das ist aber nicht immer ganz einfach, wie ein Beispiel aus Hildisrieden zeigt.

Quelle: Tele 1

Anzeige

Ida Voser lebt seit einem knappen Monat zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder. Sie hat die beiden aus der Ukraine in die Schweiz geholt und so vor dem Krieg gerettet. Doch der Krieg ist nicht die einzige Sorge, die den beiden geflüchteten Ukrainern zu schaffen macht.

Derzeit warten sie noch immer auf den Schutzstatus S. Ohne diesen erhalten Ukraine-Flüchtlinge weder eine Krankenversicherung noch Geld vom Staat. Entsprechend gefordert ist derzeit die Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen im Kanton Luzern. Denn zahlreiche Flüchtende aus der Ukraine haben einen Antrag eingereicht.

Damit die Mitarbeitenden die Gesuche schnellstmöglich bearbeiten können, hätten sie beschlossen, nicht den Gastfamilien, sondern lediglich den Flüchtenden Geld zu geben, erklärt Silvia Bolliger, Leiterin der kantonalen Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen.

Quelle: Tele 1

«Die Flüchtenden erhalten Sozialhilfe. Darin enthalten ist unter anderem auch ein Beitrag für das Essen.» Die Gastfamilie könne dann von den Flüchtenden selbst einen Anteil verlangen, zum Beispiel für die Miete.

Derzeit heisst es für die beiden geflüchteten Ukrainer jedoch: Warten und Däumchen drehen. Denn obschon sie sehr gerne Arbeiten gehen würden, ist das aktuell nicht möglich. Hierfür benötigen sie zuerst eine Bewilligung des Kantons – und diese lässt noch immer auf sich warten.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. April 2022 07:45
aktualisiert: 6. April 2022 07:48