Konkurs statt Krönchen

Die Miss-Schweiz-Wahlen sind endgültig Geschichte

19. Mai 2022, 10:56 Uhr
Aus, fertig, vorbei: Das Konkursverfahren gegen die Miss Schweiz AG ist abgeschlossen. Der Wettbewerb hatte einst die Karriere von Stéphanie Berger oder Christa Rigozzi lanciert.
Jastina Doreen Riederer war die letzte Miss Schweiz. Nach 2018 fanden keine Miss-Wahlen mehr statt.
© KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Jastina Doreen Riederer ist die letzte ihrer Art. 2018 wurde die Aargauerin zur Miss Schweiz gewählt. Nun wurde das Konkursverfahren der Miss Schweiz AG endgültig geschlossen, wie ein Eintrag im Handelsregister zeigt. Die Firma mit Sitz in Hochdorf ist gelöscht, oder wie Heidi Klum es sagen würde: «Ich habe heute leider kein Foto für dich.»  Dies schreibt die Luzerner Zeitung

Die Miss-Wahlen hierzulande wurden 42 Jahre lange von der Miss Schweiz Organisation geführt. 2011 stieg das Schweizer Fernsehen dann aber aus und übertrug die Wahl nicht mehr am TV. Spätestens ab diesem Zeitpunkt geriet die Miss-Wahl in Turbulenzen und wurden nur noch unregelmässig durchgeführt. Ende 2020 musste die Aktiengesellschaft dann Konkurs anmelden. Dieses Verfahren ist nun abgeschlossen.

Mister Schweiz ist schon länger Geschichte

Die Miss-Schweiz-Wahlen haben Frauen wie Melanie Winiger,Stéphanie Berger oder Christa Rigozzi auf ihrem Weg zu einer grösseren Bekanntheit geholfen. Mit den aufkommenden Social Media und allerlei Model-Shows im Internet wirkten die Miss Wahlen allerdings zunehmend aus der Zeit gefallen. Auch Besitzerwechsel konnten den Schönheitswettbewerb nicht retten.

Bereits früher das Ende erreicht hat die Mister Schweiz Wahl. 2012 wurde Sandro Cavegn zum schönsten Schweizer gekürt. Anschliessend fand die Wahl wegen fehlender Sponsoren nicht mehr statt. Sowohl der St.Galler als auch Jastina Doreen Riederer stehen nicht mehr gross in der Öffentlichkeit. Letztere ist nur zehn Monate nach der Wahl wegen Vertragsverletzungen ohnehin bereits von ihrem Posten freigestellt worden. Auch ein Krönchen macht halt noch keine Königin und keinen König. 

(mg)

Quelle: Luzerner Zeitung
veröffentlicht: 19. Mai 2022 10:50
aktualisiert: 19. Mai 2022 10:56
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