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Reaktionen «Spange Nord»

Die Stadt Luzern redet von einem «guten Entscheid»

6. April 2021, 18:51 Uhr
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Quelle: Tele 1

Die Luzerner Kantonsregierung hat beschlossen, das Projekt «Spange Nord» nicht mehr weiterzuverfolgen. Bevor alternative Massnahmen angegangen werden, sollen die Ergebnisse des Projekts «Zukunft Mobilität Kanton Luzern» abgewartet werden, heisst es in einem Schreiben. Der Stadtluzerner Mobilitätsdirektor ist zufrieden.

Bereits im Herbst 2019 hat die Luzerner Kantonsregierung vom Projekt «Spange Nord» Abstand genommen. Grund dafür, war eine externe Überprüfung des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements, bei dem die Spange Nord nicht empfohlen wurde. Anschliessend konnten sich Anwohnerinnen und Anwohner, Gemeinden, Verbände und weitere Interessierte zum Projekt äussern. Dabei gab es positive wie auch negative Rückmeldungen. Und es zeigte sich, dass noch zu viele Fragen offen sind.

Der Kanton Luzern hat deshalb entschieden, dass vorerst keine Folgeprojekte und Massnahmen weiterverfolgt oder geplant werden sollen. Der Regierungsrat Fabian Peter, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartementes, sagt dazu: «Wir waren mit der Stadt einer Meinung, dass man das Projekt umsetzen soll. Jetzt hat sich die Welt geändert. Die Mobilität wird anders sein in der Zukunft.» Deshalb soll zuerst die Stossrichtung des Projekts «Zukunft Mobilität» abgewartet werden. Dieses soll noch dieses Jahr vorliegen.

Die Stadt Luzern ist zufrieden

Adrian Borgula, Mobilitätsdirektor der Stadt Luzern, zeigt sich im Interview mit PilatusToday und Tele 1 zufrieden. Er möchte zwar nicht von einem «Sieg» sprechen, aber es sei «ein guter Entscheid», dass die «Spange Nord» nun vom Tisch sei. Auch dass es bei der Reussportbrücke einen Stopp gebe, unterstützt Borgula. Man müsse sich nun zuerst Überlegungen zur Mobilität der Zukunft machen.

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Quelle: PilatusToday

Auch die Interessengemeinschaft «Reussport Nein» ist mit dem Entscheid des Kantons zufrieden. Gemäss Ruedi Schmidig von der IG seien sich die Fachleute einig: Die Probleme der Strasse löse man nicht mit noch mehr Strassen. Es müssten nun andere Wege gefunden werden. Schmidig legt seine Hoffnung ins neue Mobilitätskonzept, das aktuell in Arbeit ist. Das Konzept werde zeigen, dass es andere Wege gibt.

Projekt definitiv abgeschlossen

Voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2021 soll ein Entwurf davon vorliegen. Darauf gestützt, soll entschieden werden, welche Vorhaben zukünftig weiterverfolgt und geplant werden sollen. Dann soll auch entschieden werden, ob das Projekt Reussportbrücke mit Inbetriebnahme des bestehenden Autobahnanschlusses Luzern-Lochhof als Ergänzungsprojekt zum Bypass Luzern zweckmässig ist oder ob andere Massnahmen zu bevorzugen sind.

Mit diesem Entscheid ist das Projekt Spange Nord definitiv abgeschlossen. Anfang Mai 2018 sprach die Luzerner Kantonsregierung einen Kredit über 6,5 Millionen Franken und forderte weitere Abklärungen. Der Kantonsregierung wird nun eine Abrechnungsbotschaft vorgelegt, die in der Juni-Session behandelt werden soll.

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Quelle: PilatusToday

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. April 2021 08:11
aktualisiert: 6. April 2021 18:51