Büro-Gspändli fehlen

Digitalisierung führt zu Unzufriedenheit am Arbeitsplatz

11. Oktober 2020, 16:41 Uhr
Eine Studie zeigt – je höher der Digitalisierungsgrads des Unternehmens, desto geringer ist die Arbeitszufriedenheit.
© iStock / AndreyPopov
Wenn die eigene Arbeit zu stark digitalisiert ist, geht das mit tieferer Arbeitszufriedenheit einher. Das zeigt der diesjährige HR-Barometer (Human Resource), an welchem auch die Universität Luzern beteiligt war.

Die Gründe für den Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Unzufriedenheit vermutet Bruno Staffelbach im fehlenden zwischenmenschlichen Austausch. «Wir Menschen sind Gruppentiere. Sitzt jeder hinter dem eigenen Bildschirm kommt es zu keinem echten Kontakt.» Ebenso führe die Digitalisierung in einem gewissen Grad zur Automatisierung und Standardisierung von Abläufen. Besonders das isolierte Arbeiten im Homeoffice bringe Schwierigkeiten mit sich. «Hat man eine Frage oder ein Problem, ist niemand da, um rasch um Rat zu fragen», so Staffelbach.

22 Prozent werden am Arbeitsplatz überwacht

Die Studie hält weiter fest, dass 22 Prozent der Befragten beim Besuch von Internetseiten vom Arbeitgeber überwacht werden. Bei 46 Prozent sperrt der Arbeitgeber den Zugang zu gewissen Internetseiten. Weiter zeigen die Ergebnisse, dass sich Beschäftigte mit ihrem weniger stark verbunden fühlen, wenn elektronische Überwachung zu oft ein gesetzt wird. (hto)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 11. Oktober 2020 16:37
aktualisiert: 11. Oktober 2020 16:41