Grosse Stimmbeteiligung

Doch kein Verbot für Windenergie in Hitzkirch

29. November 2020, 15:17 Uhr
Das Thema Windenergie hat in Hitzkirch LU zu einer politischen Debatte geführt. (Symbolbild)
© KEYSTONE/VALENTIN FLAURAUD
Hitzkirch will Windenergieanlagen nicht grundsätzlich verbieten. Die Stimmberechtigten haben eine Initiative abgelehnt, die ein solches Verbot für die Gebiete Hämikon, Sulz und Müswangen forderte. Dies mit dem Ziel, den Lindenberg als Naherholungsgebiet zu schützen.

Die Initianten argumentierten, dass der Lindenberg als Standort für Windräder zur Stromerzeugung nicht geeignet sei. Der Bau von Windkraftanlagen könnte das Grundwasser gefährden, die Windräder würden Natur, Landschaft und Artenvielfalt beeinträchtigen. Zudem sei der Wind auf dem Lindenberg für eine effiziente Stromerzeugung ungeeignet.

Argumente überzeugten nicht

Dennoch wurde die Initiative am Sonntag mit 858 Ja- zu 1242 Nein-Stimmen verworfen. Das Thema polarisierte in der Region. Das zeigt auch die hohe Stimmbeteiligung von 57,4 Prozent.

Auch der Gemeinderat erachtete ein allgemeines Verbot von Windrädern auf dem Lindenberg als nicht sinnvoll. Ob das Gebiet für die Windenergie geeignet sei, lasse sich erst dann beurteilen, wenn ein konkretes Projekt vorliege. Er habe sich deswegen noch nicht für oder gegen den Bau einer Anlage ausgesprochen. 

Bereits Anlagen geplant

Im Hitzkircher Ortsteil Müswangen ist eine grössere Windenergieanlage in Planung. Planungsarbeiten gibt es auch auf der Aargauer Seite des Lindenbergs in der Gemeinde Beinwil.

Quelle: sda / PilatusToday
veröffentlicht: 29. November 2020 14:19
aktualisiert: 29. November 2020 15:17