Gemeindefinanzen

Emmen schreibt bestes Ergebnis seit über 30 Jahren

22. April 2021, 10:10 Uhr
Trotz äusserst positivem Jahresabschluss 2020 verfehlt die Luzerner Gemeinde Emmen die kantonalen Vorgaben bei wichtigen Finanzkennzahlen deutlich. (Archivbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Die Gemeinde Emmen hat 2020 finanziell deutlich besser abgeschlossen als budgetiert. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 7,4 Millionen Franken – das beste Resultat seit über drei Jahrzehnten, wie die Gemeinde am Donnerstag mitteilte.

Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 431'095 Franken. Der Gesamtaufwand der zweitgrössten Luzerner Gemeinde belief sich auf 207,8 Millionen Franken. Allerdings beruhe der Jahresabschluss überwiegend auf positiven Effekten, die nicht nachhaltig seien, hält der Gemeinderat fest.

Er führt mehrere Gründe für die Verbesserung gegenüber dem Budget auf. So flossen höhere Steuererträge in die Kasse der Gemeinde. Bei den natürlichen Personen schenkten vor allem Nachträge früherer Jahre von 2,1 Millionen Franken ein. Bei den Sondersteuern führten die Grundstückgewinnsteuern mit 1,3 Millionen Franken, die Handänderungssteuer mit 133'000 Franken wie auch die Erbschaftssteuern zu den Mehreinnahmen.

Positive Auswirkung der AFR18

Die Nettokosten, die die Coronapandemie verursachte, schätzt die Gemeinde auf 2,35 Millionen Franken. Positiv wirkte sich dagegen die kantonale Aufgaben- und Finanzreform (AFR18) auf Emmen aus, die 2020 in Kraft trat. Sie entlastete die Rechnung um rund 2,7 Millionen Franken.

Die Nettoinvestitionen beliefen sich auf rund 16 Millionen Franken, der Grossteil davon entfiel auf den Neubau des vierten Trakts im Schulhaus Erlen. Die Investitionen konnte die Gemeinde dank des guten Ergebnisses selber finanzieren und damit Schulden abbauen. Beim Selbstfinanzierungsgrad und der Nettoschuld pro Einwohner hält Emmen die kantonalen Vorgaben aber nach wie vor nicht ein.

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. April 2021 11:03
aktualisiert: 22. April 2021 10:10