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Bevölkerung

Entlebuch entvölkert sich bis 2050 laut Szenario um über 10 Prozent

11. Mai 2021, 10:25 Uhr
Der Kanton Luzern wächst bevölkerungsmässig in den nächsten 30 Jahren weniger stark als die Gesamtschweiz. 2050 dürften gemäss der Statistikbehörde Lustat 490'000 Personen in Luzern leben. Aber nicht überall im Kanton wird es enger, das Entlebuch verliert an Bevölkerung.
Blick aufs Entlebuch, wo 2050 weniger Menschen leben dürften als heute. (Archivbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Drei Szenarien hat die Statistikbehörde für die Bevölkerungsentwicklung im Kanton Luzern entworfen, wie sie am Dienstag mitteilte. Das tiefe Szenario geht von einem Wachstum von 9,1 Prozent aus, das hohe Szenario weist einen Zuwachs von 28,4 Prozent aus.

Das mittlere, sogenannte Referenzszenario sieht einen Anstieg um 18,7 Prozent vor. Zum Vergleich: Die gesamte Schweizer Bevölkerung dürfte im selben Zeitraum um 21,3 Prozent wachsen. Das prozentual stärkste kantonale Wachstum wird für den Kanton Zug erwartet mit einem Plus von 32,6 Prozent.

Die Zunahme im Kanton Luzern erfolgt laut Lustat hauptsächlich durch Zuwanderung. Gleichzeitig wird der Anteil der älteren Bevölkerung stark zunehmen, insbesondere die Zahl der Menschen über 80 Jahren. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung dürfte bis 2050 auf 11,3 Prozent ansteigen und sich damit im Vergleich zu 2019 mehr als verdoppeln.

Mehr Senioren als Junge

Bereits 2027 leben erstmals mehr Menschen im Alter über 64 Jahren im Kanton Luzern als Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 19 Jahren. Die Bevölkerungszunahme ist regional stark differenziert. Die bestehende Entwicklung dürfte sich weiter akzentuieren. Während etwa für die Region Rooterberg/Rigi ein Wachstum von knapp 50 Prozent vorausgesagt wird, geht der Bevölkerungsbestand im Entlebuch um 10,4 Prozent zurück.

Die Modellberechnungen beruhen auf Hypothesen des Bundesamts für Statistik. Sie beziehen sich auf Faktoren wie Geburten, Sterbefälle, Wanderungen, Lebenserwartung, Bildungsverhalten oder Familiengründung. Lustat weist darauf hin, dass die Hypothesen vor der Coronapandemie erstellt worden seien.

Quelle: sda
veröffentlicht: 11. Mai 2021 10:45
aktualisiert: 11. Mai 2021 10:25