Luzern

Erste Verhandlung wegen Corona-Kreditbetrug am Dienstag

23. März 2021, 07:09 Uhr
Ein 36-jähriger Mann soll 110'000 an Übergangskrediten erwirkt haben.
© Keystone
Der Beschuldigte steht wegen der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung, Betrug und Urkundenfälschung vor dem Luzerner Kriminalgericht. Die Staatsanwaltschaft fordert für diese mutmasslichen Vergehen eine Freiheitsstrafe von 20 Monaten.

Der Beschuldigte soll als Geschäftsführer eines Gipserunternehmens die Shisha-Bar seines zahlungsunfähigen Bruders umgebaut und ungesicherte Darlehen an seinen zahlungsunfähigen Vater sowie an einen in Deutschland lebenden Bekannten ausgerichtet haben. Damit hat er die Gesellschaft um rund 300'000 Franken geschädigt.

Erste Gerichtsverhandlung wegen eines Covid-19-Kreditbetrugs

Er soll zudem für die Gesellschaft einen Covid-19-Übergangskredit von 110'000 Franken erwirkt haben, ohne dass die Gesellschaft durch die Pandemie, beziehungsweise die im März 2020 seitens der Behörden dagegen ergriffenen Massnahmen, wirtschaftlich beeinträchtigt gewesen wäre.

Die Verhandlung am Kriminalgericht startet um 13.30 Uhr. Wir werden vor Ort mit dabei sein.

+++Update folgt+++

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. März 2021 06:10
aktualisiert: 23. März 2021 07:09