Für 40 Millionen Franken

EWL installiert 70'000 intelligente Zähler

14. September 2022, 12:25 Uhr
Die städtische Energiefirma Energie Wasser Luzern (EWL) ersetzt in ihrem Versorgungsgebiet ab November die Stromzähler durch intelligente Smart Meter. Betroffen sind 70'000 Messstellen. Die Umrüstung kostet rund 40 Millionen Franken.
In der Stadt Luzern ersetzt die EWL die Stromzähler durch vernetzte Smart Meter, womit das Zählerablesen vor Ort entfällt.
© EWL
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Als erstes werden bis Ende Jahr rund 100 Gebäude im Stadtluzerner Würzenbachquartier mit neuen Zählern ausgerüstet, teilt EWL mit. Bis voraussichtlich 2027 werden die Smart Meter in der ganzen Stadt Luzern, in Kriens und in Schwarzenberg installiert. EWL kommt damit den gesetzlichen Vorgaben nach.

Digitale Vernetzung

Ersetzt würden 60'000 Stromzähler und weitere 10'000 Zähler für Gas und Wasser, hiess es beim Unternehmen auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Investitionskosten werden via Netznutzungsgebühren an die Verbraucher weitergegeben.

Die neuen Geräte vernetzen die Daten von Stromerzeuger, Speicherbetreiber und Endverbraucher digital. Dies sei wichtig, um bei der dezentralen Stromproduktion, etwa durch zunehmende Einspeisung von Photovoltaikanlagen, die Netzstabilität zu gewähren, heisst es seitens der EWL.

Die jährliche Zählerablesung erübrigt sich, die Kundinnen und Kunden können zudem den eigenen Stromverbrauch online abrufen. Das kann ihnen laut EWL Sparpotenzial aufzeigen.

Durchzogene Bilanz

Diesbezüglich hatten die Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) vor acht Jahren nach einem dreijährigen Pilotprojekt eine durchzogene Bilanz präsentiert. 2010 hatte sie 1000 solcher Geräte installiert. Dabei zeigte sich, dass nur wer sich aktiv mit dem Verbrauch befasste und sich Gedanken über Energieeffizienz machte, nennenswert Strom sparte: Die Einsparung betrug dabei maximal 3 Prozent.

Diese Untersuchung würde heute anders ausfallen, sagte ein CKW-Sprecher auf Anfrage. Das Thema Energiesparen sei viel präsenter. Die CKW selber hat bereits mit dem Ersatz der rund 180'000 Zähler angefangen und über 100'000 installiert, wegen Lieferengpässen musste sie die Arbeiten zwischenzeitlich aussetzen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 14. September 2022 12:25
aktualisiert: 14. September 2022 12:25