Stau-Frust in Emmen

«Fahren Sie so schnell wie erlaubt»

5. September 2020, 07:16 Uhr
Autofahrer brauchen derzeit von Emmen nach Luzern Geduld.
© PilatusToday
Seit dieser Woche wird an der A2 zwischen Emmen-Nord und der Verzweigung Rotsee gebaut. Um den Verkehr tagsüber nicht zu behindern, wurden kleine Rampen montiert. Weil verunsicherte Autofahrer beim Überqueren stark abbremsen, kommt es zu langen Staus.

«Mini-Fly-Over» heissen die tiefen Rampen, mit denen Fahrbahnübergänge, wie sie derzeit in Emmen auf der Seetalbrücke ersetzt werden, weiterhin befahrbar bleiben können. Diese Mini-Rampen sorgen derzeit auf der A2 aber für grosse Probleme. Denn obwohl die Rampen bis Tempo 80 bedenkenlos befahrbar sind, bremsen Autofahrer in Richtung Luzern derart stark ab, dass sich der Verkehr teilweise bis nach Rothenburg staut.

Kleine Rampe, grosse Probleme

Mini-Fly-Over Rampe im Einsatz (Symbolbild)

© Hebag AG

Beim Bundesamt für Strassen Astra ist man über die Entwicklungen in Emmen überrascht. Man habe die kleinen Rampen bereits in der Ostschweiz sowie in Basel-Stadt eingesetzt und keine derartigen Blechlawinen feststellen können, wie sie derzeit durch Emmen rollen, sagt Astra Filialchef Richard Kocherhans.

Tempo 60 hat nicht geholfen

Um der angespannten Lage entgegenzuwirken, habe man eine Temporeduktion auf 60 eingeführt, was jedoch nicht zum erwünschten Erfolg führte. Jetzt werde man während der Nacht einen Verkehrsdienst einsetzen, welcher die Autofahrerinnen und Autofahrer «durch die Baustelle winkt», so Kocherhans. Tagsüber sei dies keine Option. «Bei drei Spuren voller Fahrzeuge können wir nicht noch Personen auf die Strasse stellen.»

Richard Kocherhans appelliert deshalb: «Fahren Sie so schnell wie erlaubt und haben Sie keine Angst vor den Mini-Fly-Overn. Passieren kann so nichts.»

(tma)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 4. September 2020 19:06
aktualisiert: 5. September 2020 07:16