Untersuchungsbericht

Flugzeug beim Landen auf Graspiste in Beromünster beschädigt

6. April 2020, 12:48 Uhr
Flugunfall Beromünster
Ein Schleppflugzeug ist vor zwei Jahren bei der Landung auf der Graspiste in Beromünster beschädigt worden. Grund dafür dürfte eine zu kurz geratene Landung gewesen sein.

Der Pilot mit Jahrgang 1962 war am 24. März 2018 als Schlepper für eine Segelfluggruppe in die Lüfte gegangen. Nachdem eine Landung eher lang ausgefallen sei, habe er bei der nächsten eine Korrektur versucht, teilte die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) am Montag mit.

Das Schleppflugzeug setzte beim nächsten Landen rund fünf Meter vor Beginn der Piste in weichem Wiesland auf. Der Pilot habe eine kurze und starke Bremswirkung wahrgenommen, heisst es in dem Bericht. Anschliessend sei das Flugzeug normal ausgerollt.

Schwerer Vorfall

Als der Pilot das Flugzeug inspizierte, stellte er an beiden Flügeln Risse fest. Auch die rechte Rumpfwand war beschädigt. Die Sust spricht von einem «schweren Vorfall». Dieser sei auf eine «zu kurz geratene Landung aus betrieblichen Gründen» zurückzuführen.

Ob weitere Faktoren beim Zwischenfall eine Rolle gespielt haben, bleibt offen. Die Sust konnte vor Ort keine Abklärungen machen, weil ihr die Beschädigung des Flugzeugs nicht sofort gemeldet worden war, sondern sie erst nach einigen Tagen von ihr Kenntnis erhalten habe. Unfälle und schwere Vorfälle müssten sofort der Alarmzentrale der Rega gemeldet werden, schreibt die Untersuchungsstelle.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 6. April 2020 12:48
aktualisiert: 6. April 2020 12:48