Höhere Baukosten

Für knapp 60 Millionen Franken: Schulhaus in Littau wird saniert

3. Mai 2022, 12:24 Uhr
Die Schulanlage in Littau soll ausgebaut werden. Für die Sanierung der Schulanlage Littau Dorf hat die Stadtregierung knapp 60 Millionen Franken beantragt. Neben der Renovierung des Schulhauses sollen zusätzliche Schulräume entstehen.
Zwischen 2023 und 2026 soll das Schugelände Littau Dorf saniert werden.

Aufgrund der steigenden Einwohnerzahl im Stadtteil Littau soll für Schülerinnen und Schüler mehr Platz entstehen. Wo heute 420 Jugendliche die Schule besuchen, rechnet die Gemeinde damit, bis in drei Jahren für 600 Schülerinnen und Schüler Platz zu schaffen. Neben dem Ausbau der Schulräume soll das Schulhaus zusätzlich mit einem weiteren Trakt, einer neuen Dreifachturnhalle und zwei Kindergärten ausgebaut werden, so Baudirektorin Manuela Jost.

Auch ein neuer Sportplatz gehört zum Projekt.

Für die Umsetzung des Bauprojekts hat das Stadtparlament 2019 einen Sonderkredit für einen Architekturwettbewerb beantragt. Das Siegerprojekt «Lucky Luke und die Daltons» wurde schliesslich zum Sieger erkoren.

Schulanlage soll als Begegnungsquartier dienen

Neben dem Bau und der Sanierung des Schulgeländes soll das Areal für Anwohner und Anwohnerinnen attraktiv gestaltet werden. Deshalb sei wichtig, Transparenz zu schaffen. «Die Bevölkerung konnte an Workshops ihre Anliegen und Wünsche für das neue Schulgelände anbringen», so Manuela Jost. Mit dem Bau von Spielplätzen ermögliche das Projekt einen neuen Aufenthaltsort für Familien und Kinder.

Für die Umsetzung des Siegerprojekts «Lucky Luke und die Daltons» wurden rund 50 Millionen Franken budgetiert. Das Projekt soll nun jedoch 60 Millionen Franken kosten, schreibt die Stadt Luzern am Dienstag in einer Mitteilung. Verantwortlich für die höheren Kosten seien unter anderem die Coronapandemie und die Kosten der Schadstoffbelastung des Baugrundes. Alleine die Beschaffung von Rohstoffen kostet 2,6 Millionen Franken mehr. Ein anderer Grund sei das grössere Gebäudevolumen. «Insgesamt stiegen die Baukosten um knapp 10 Millionen an.»

So gehts weiter

Das Stadtparlament wird das Projekt voraussichtlich am 9. Juni 2022 behandeln. Die Volksabstimmung ist für den 25. September geplant. Gebaut werden soll von 2023 bis 2026. Für den Unterricht in dieser Zeit wird es ein Provisorium geben. Dabei sollen die Container verwendet werden, die im Moment bei der Sanierung des Schulhauses St. Karli im Einsatz stehen.

(str)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 3. Mai 2022 12:03
aktualisiert: 3. Mai 2022 12:24
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