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Gemeindepräsidium bleibt in liberaler Hand

Wahlen Horw

Gemeindepräsidium bleibt in liberaler Hand

· Online seit 28.04.2024, 17:46 Uhr
Die Horwer Gemeinderatswahlen sind nach dem ersten Wahlgang entschieden. Die Bürgerlichen spannten zusammen und wehrten so den Angriff aus dem linken Lager ab. Mit Gaudenz Zemp ist es weiterhin ein FDP-ler, der Horw vorsteht.
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Wie erwartet heisst der neue Gemeindepräsident in Horw Gaudenz Zemp. Er übernimmt von seinem Parteikollegen Ruedi Burkard, der zurückgetreten ist. Das Resultat ist klar: Gaudenz Zemp konnte 2830 Stimmen auf sich vereinen, sein direkter Konkurrent um das Gemeindepräsidium – Hannes Koch – lediglich deren 1382. Das absolute Mehr lag bei 2210 Stimmen.

«Ich bin stolz, nun als Präsident für die Gemeinde Horw arbeiten zu dürfen» sagt Gaudenz Zemp gegenüber PilatusToday und Tele 1. Das Resultat sei Ausdruck der guten Zusammenarbeit zwischen den bürgerlichen Parteien in Horw. Und weiter: «Die Bevölkerung will, dass im Gemeinderat alle grossen Parteien abgebildet sind».

Mit dem heutigen Resultat bleibe der Gemeinderat bürgerlich und konservativ, konstatiert Hannes Koch nach Bekanntgabe der Resultate nüchtern. Er ist für die L20 angetreten – und deutlich gescheitert. Insgeheim hätte er gehofft, dass es im Rennen um das Gemeindepräsidium zu einem zweiten Wahlgang kommt. «Dass der Abstand zu Gaudenz Zemp so gross ist, enttäuscht mich schon», sagt er gegenüber PilatusToday und Tele 1.

L20 will zwei Sitze – irgendwann

Die linke L20 – das Bündnis der SP und der Grünen in Horw – ist die wählerstärkste Partei in der Gemeinde. Sie ist mit der wiedergewählten Claudia Röösli (2348 Stimmen) bereits im Gemeinderat vertreten. Aus der Sicht der Linken hätte die L20 seit längerer Zeit Anrecht auf zwei Sitze. Gereicht hat es nicht – wohl auch wegen des bürgerlichen Schulterschlusses um den neuen Gemeindepräsidenten Gaudenz Zemp.

Ebenfalls wiedergewählt wurden die beiden Mitte-Politiker Hans Rudolf Jung (3554 Stimmen) und Thomas Zemp (3403 Stimmen). Auch die SVP-Gemeinderätin Astrid David Müller schaffte die Wiederwahl mit 3354 Stimmen problemlos.

Sitztausch im Gemeindeparlament

Im 30-köpfigen Gemeindeparlament muss die L20 einen Sitz an die Mitte abgeben. Es handelt sich dabei um die einzige Sitzverschiebung. Die L20 kommt damit zusammen mit dem Sitz ihrer Jungpartei noch auf neun Sitze, die Mitte neuerdings auf acht, die FDP weiterhin auf sechs, die SVP auf fünf und die GLP auf zwei Sitze.

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veröffentlicht: 28. April 2024 17:46
aktualisiert: 28. April 2024 17:46
Quelle: PilatusToday

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redaktion@pilatustoday.ch