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Reise durch die Zeit

Gletschergarten eröffnet neue Felsenwelt

Michael Bumbacher, 15. Juli 2021, 17:54 Uhr
Nach dreijähriger Bauzeit eröffnet der Gletschergarten am Freitag die neue Felsenwelt. Mit einem unterirdischen Rundgang und einer neuen Parkanlage bietet der Gletschergarten eine Reise durch die Zeit.
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Quelle: PilatusToday

Am Freitag geht der neue Bereich des Gletschergartens auf. Drei Jahre lang war der Gletschergarten voll von lautstarken Baumaschinen. Auf engstem Raum wurde gesprengt, abgerissen und gebaut. Nun hat dies ein Ende und die neue Felsenwelt mit der neuen Parkanlage kann am Freitag um 13:00 Uhr eröffnet werden, wie der Gletschergarten Luzern in einer Medienmitteilung schreibt.

Animierte Lichtspiele

Wer das verwinkelte Portal zur Felsenwelt betritt, lässt das Tageslicht hinter sich. Animierte Lichtspiele weisen den Besuchern den Weg. Sie zeigen Phänomene der Erdgeschichte, wie Urfische oder Mammuts, sowie ehemalige Landschaften. In dem unterirdischen Rundgang erzählt das Gestein über Ereignisse der letzten 20 Millionen Jahre. «Das verbindende Element in allen Ausstellungsbereichen ist der Zeitbegriff. Im gesamten Areal sind Spuren der Zeit zu entdecken», sagt Andreas Burri, Direktor des Gletschergartens. Der Weg verläuft leicht abfallend. Am tiefsten Punkt sammelt sich das Regenwasser von der Erdoberfläche in einem See.

Von diesem See aus geht es über eine Treppe rund 30 Meter aufwärts. Die Felsenwelt, welche man beim Aufstieg besichtigen kann, ist der Witterung ausgesetzt. Der blanke Stein wird sich deshalb mit der Zeit zu einem grünen Gartenhof mit Algen, Moosen und Farnen entwickeln. Der Ausgang führt zu einer neu erschlossenen Parkanlage mit einer Terrasse, von der man über Luzern bis in die Alpen blicken kann.

Projekt seit 2009

Beim 20-Millionen-Franken-Projekt hat der Gletschergarten einiges in die Architektur investiert. So wurden das Portal und der Ausgang der Felsenwelt mit kubischen Betonformen verziert. Auch der Eingang des Spiegellabyrinthes wurde erneuert. Obwohl bei den Sprengungen des Felses Experten am Werk waren, war nicht immer ganz klar wie viel noch gesprengt werden muss, sagt der Architekt Quintus Miller: «Wieviel weggesprengt wird, konnten die Experten nicht immer sagen. Das war nicht ganz einfach, denn man möchte nicht zu viel vom Fels verlieren.»

Über die Fertigstellung des Projektes freut sich der Direktor des Gletschergartens, Andreas Burri. Seit 2009 ist er mit Herzblut beim Projekt dabei: «Ich bin seit Anfang an dabei und für mich ist die Eröffnung ein persönliches Highlight. Ich hatte aber auch manche schlaflose Nacht.»

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. Juli 2021 17:05
aktualisiert: 15. Juli 2021 17:54