Stadtratswahlen Luzern

Gute Chancen: Grüne wollen Sitz mit kantonaler Fraktionschefin verteidigen

03.04.2024, 18:00 Uhr
· Online seit 31.03.2024, 16:54 Uhr
Sechs Frauen und sieben Männer bewerben sich um einen Sitz in der Luzerner Stadtregierung. Zwei Bisherige möchten weiterhin im Stadtrat politisieren. Bei den Wahlen am 28. April greift die SP nach zwei Sitzen in der Exekutive. Alle Kandidierenden im Portrait.
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Insgesamt 13 Personen möchten in den kommenden vier Jahren die Stadt Luzern regieren, Platz hat es aber nur für fünf. Stadtpräsident Beat Züsli (SP) und Finanzdirektorin Franziska Bitzi (Mitte) dürften die Wiederwahl problemlos schaffen. Nachdem Martin Merki (FDP), Adrian Borgula (Grüne) und Manuela Jost (GLP) nicht mehr antreten, werden also mindestens drei Sitze neu besetzt.

Korintha Bärtsch in der Pole-Position

Die GLP hat mit 8,4 Prozent einen überschaubaren Wähleranteil. Darum dürfte es für Stefan Sägesser und Anna-Lena Beck (Junge GLP) schwierig werden, den Sitz in der Stadtregierung zu verteidigen. Anders sieht es für die Grünen aus. Die am Wähleranteil gemessen zweitstärkste Partei in der Stadt tritt mit Korintha Bärtsch an. Die 39-jährige Umweltnaturwissenschafterin sitzt seit bald fünf Jahren im Kantonsparlament, präsidiert dort ihre Fraktion und hat im Jahr 2019 schon für die Luzerner Kantonsregierung kandidiert. Zuvor war sie lange Zeit im Stadtparlament aktiv und präsidierte dieses im Jahr 2011/12. Nach dem Rücktritt von Adrian Borgula stehen ihre Chancen für eine Wahl gut.

Auch FDP wohl weiterhin vertreten

Die FDP war in den letzten zwölf Jahren mit Martin Merki in der Stadtregierung vertreten. Für einen Verbleib in der Stadtregierung braucht es nun wohl einen Effort. Die Partei plagen Personalprobleme, dies zeigen einige Wechsel in der Fraktion. Die FDP hatte in der vergangenen Legislatur im Verhältnis die meisten Wechsel, dicht gefolgt von der SP. Zudem ist ihr 32-jähriger Kandidat Marco Baumann aus dem Stadtteil Littau nicht unumstritten. Das hat mit seiner pointiert bürgerlichen Politik und der mangelnden beruflichen Führungserfahrung zu tun, sagt Tele 1-Politexperte Armin Camenzind. Trotzdem dürfte Marco Baumann den Sprung ins Stadthaus spätestens im zweiten Wahlgang schaffen. Die Jungfreisinnige Anna-Sophia Spieler gilt als Aussenseiterin.

SP mit Chancen auf zwei Sitze

Nebst dem Stadtpräsidenten schickt die SP als wählerstärkste Partei Melanie Setz ins Rennen. Auch ihr werden Chancen zugerechnet, es spätestens im zweiten Wahlgang in die Stadtregierung zu schaffen. Ihr kürzlicher Umzug von Emmen nach Luzern dürfte die Linken nicht davon abhalten, ihr die Stimme zu geben. Auf der anderen Seite des politischen Spektrums versucht es die SVP mit dem Präsidenten des kantonalen Gewerbeverbands Peter With. Es dürfte bei einem Versuch bleiben. Der Wähleranteil der SVP in der Stadt Luzern beträgt lediglich rund zehn Prozent. Ebenfalls nur Aussenseiterchancen hat der parteilose Urban Frye. Er ist erst im Herbst 2023 aus der Grünen Partei ausgetreten.

Mit Benedikt Aregger (Mitte), Julian Gerber (Junge Grüne) und Zoé Stehlin (Juso) kandidieren weitere zwei Jungpolitiker und eine Jungpolitikerin. Bei allen drei wäre eine Wahl eine grosse Überraschung.

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veröffentlicht: 31. März 2024 16:54
aktualisiert: 3. April 2024 18:00
Quelle: PilatusToday

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redaktion@pilatustoday.ch