Subventions-Skandal

Heute kommt aus: Wer ist schuld am VBL-Schlamassel?

20. November 2020, 08:49 Uhr
Die Geschichte um zu hohe Abgeltungen für die Luzerner Verkehrsbetriebe VBL wird heute um ein Kapitel reicher. (Archivbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Es geht um nicht weniger als 16 Millionen Franken! Mit Blick auf den Subventions-Skandal rund um die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) hat die Geschäftsprüfungskommission der Stadt Luzern einen Bericht in Auftrag gegeben. Heute Freitag wird der voraussichtlich über 100 Seiten dicke Bericht präsentiert.

Im Frühjahr 2020 war bekannt geworden, dass er Verkehrsverbund Luzern (VVL) von der VBL 16 Millionen Franken zurückfordert. Sie hätten von 2010 bis 2017 zu viel Geld erhalten. Konkret habe die VBL zu hohe Subventionen eingesackt.

Zuerst wollte die VBL dieses Geld umgehend zurückzahlen, krebste dann aber nochmals zurück. Die Stadt als Eigentümerin hätte diese Zahlung bewilligen müssen, was sie bislang nicht tat. Die Konsequenz: Drei Verwaltungsräte sowie der Direktor der VBL haben ihren Rücktritt angeboten.

Droht VBL-Chefs eine Klage?

Der Bericht im Auftrag der Geschäftsprüfungskommission soll nun Licht in die verzwickte Situation bringen. Wie der «Blick» diese Woche berichtete, stelle der über 100-seitige Bericht der Chefetage der VBL ein vernichtendes Zeugnis aus. Über Jahre hätte sich die VBL systematisch mit zu hohen Subventionen bereichert.

Offenbar könnte dies nicht nur für das Unternehmen, sondern auch die einzelnen Führungspersonen Konsequenzen haben. Unter anderem hatte die zuständige Bundesstelle gegenüber dem Blick bereits angekündigt, dass sie je nach Ergebnis des Berichts die Verantwortlichen Köpfe bei der VBL vor Gericht bringen will.

Die Stadt wird den Bericht rund um den Subventions-Skandal um 9 Uhr präsentieren. Zur gleichen Zeit will dann auch die VBL eine Stellungnahme veröffentlichen.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. November 2020 07:03
aktualisiert: 20. November 2020 08:49