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Hier wird im Kanton Luzern am häufigsten geblitzt

17.01.2024, 11:03 Uhr
· Online seit 17.01.2024, 08:21 Uhr
Wo stehen im Kanton Luzern am häufigsten Blitzer? Wo am längsten? In welchen Regionen müssen Temposünder wenig Angst haben? Und was hat es mit dem Entlebuch auf sich? Hier gibt es die Antworten.
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Sie sorgen dafür, dass dein Blick regelmässig auf den Tacho wandert, dann der Fuss vom Gas genommen oder gar die Bremse kurz durchgedrückt wird: 37 Blitzer der Luzerner Polizei. Davon vier semistationäre Radargeräte, fünf mobile und 28 fix installierte Rotlicht- und Geschwindigkeitsmesser. Die «Luzerner Zeitung» hat ausgewertet, wo man sie am häufigsten antrifft. Nicht berücksichtigt wurden dabei die mobilen Blitzer.

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Wo gibt es die meisten Radarkontrollen?

Einen Blitzkasten auf einer Haupt- oder Gemeindestrasse (70 Prozent) anzutreffen, ist wahrscheinlicher als auf der Autobahn. Doch wie werden die Standorte überhaupt ausgewählt? «Unfallschwerpunkte, Schulwege, Strecken mit überdurchschnittlichen Übertretungen sowie Gesuche aus der Bevölkerung fliessen in die Planung ein», sagt Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei. Die vier semistationären Anlagen werden gemäss Wigger hauptsächlich im Bereich der Autobahnen A2 und A14, in der Stadt Luzern, Agglomeration Luzern und teilweise in Landgemeinden eingesetzt.

Vorsicht auf der A2 bei Sempach

An 53 Tagen wurden auf der A2 bei Sempach Radarkontrollen durchgeführt. Damit zählt der Ort zu den Blitzer-Hotspots des Kantons Luzern. Auf der A2 bei Knutwil wurde an 38 Tagen geblitzt. An sechs von zehn Tagen steht auf der A2 zwischen Reiden und Luzern ein Blitzer (an total 215 Tagen im vergangenen Jahr), auf der A14 in Ebikon, Buchrain und Inwil an 94 Tagen.

Somit war die Wahrscheinlichkeit, auf der A2 in die Radarfalle zu tappen, 2023 relativ gross, wie die Auswertung der «Luzerner Zeitung» schlussfolgert.

Wie lange bleiben Blitzer stehen?

Am längsten am gleichen Ort stand ein Blitzkasten auf der A2 in Langnau bei Reiden (24 Tage am Stück). Dort wurde eine Wildtierüberführung gebaut und der Verkehr von 120 auf 80 km/h gedrosselt. Das war jedoch eine Ausnahme. Im Schnitt steht ein Gerät für 5,2 Tage am selben Ort.

Mehr als Hälfte der Gemeinden von Kontrollen verschont geblieben

2023 hat die Luzerner Polizei an 130 verschiedenen Standorten 1052 Messungen mit semistationären Blitzern durchgeführt. Diese stehen meist während mehreren Tagen am selben Ort. Von den 80 Luzerner Gemeinden standen in 46 das ganze Jahr über keine Blitzer. An einzelnen Orten, beispielsweise in Greppen (Richtung Weggis), in Eschenbach oder in Kriens (Höhe Amlehngarten), führte die Polizei nur an einem Tag Radarkontrollen durch.

«Die Polizei versucht durch den gezielten und koordinierten Einsatz von mobilen Geschwindigkeitskontrollen flächendeckende Kontrollen im gesamten Kantonsgebiet, also auch in möglichst allen Gemeinden, zu erreichen», sagt Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei.

Warum bleibt das Entlebuch verschont?

Ganz verschont bleibt es nicht. Im Dorf von Hasle wurde am 2. Mai ein Blitzer aufgestellt, am 3. Mai jedoch bereits wieder entfernt. Ist das Entlebuch also ein Safespace für Raser? Nein, sagt Wigger. Auf dem ganzen Kantonsgebiet würden mobile Kontrollen durchgeführt.

«Mit ein Grund dafür, dass weniger semistationäre Messgeräte im Entlebuch im Einsatz sind, sind einerseits die längeren Transportwege und die Standortwahl», so Wigger. Nicht jeder Standort sei für eine semistationäre Anlage geeignet. Mit mobilen Kontrollen sei die Polizei flexibler und könne Kontrollen gezielter durchführen.

(red.)

veröffentlicht: 17. Januar 2024 08:21
aktualisiert: 17. Januar 2024 11:03
Quelle: Luzerner Zeitung

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