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Autobahnanschluss Emmen-Nord

«Ich werde den Entscheid zähneknirschend akzeptieren»

19. August 2021, 06:54 Uhr
Der Bundesrat hat am Mittwoch grünes Licht für die Wiederöffnung des teilweise geschlossenen Autobahnanschluss Emmen-Nord auf der A2 gegeben. Die Freude darüber ist jedoch nicht bei allen gleich gross.
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Quelle: Tele 1

Dass der Autobahnanschluss Emmen-Nord seit dem Jahr 2011 teilweise geschlossen war, passte dem damaligen Luzerner SVP-Nationalrat Felix Müri überhaupt nicht. Seit 2016 kämpfte er für die Wiederöffnung – mit Erfolg, wie sich nun zeigt. «Es freut mich, dass man das Ganze nochmals analysiert hat. Man hat auch gemerkt, dass man damit Rothenburg und Emmen-Süd entlasten kann. Bei drei Auffahrten verteilt sich der Verkehr besser», so Müri.

Gegner befürchten Verkehrsüberlastung

Nicht ganz so optimistisch ist Christian Meister vom Einwohnerrat Emmen, der sein Geschäft direkt am Sprengiplatz in Emmen hat. Er befürchtet durch die Wiederöffnung des Autobahnanschlusses eine Verkehrsüberlastung des Sprengiplatzes. «Ich werde den Entscheid zähneknirschend akzeptieren. Ich werde mich jetzt für eine möglichst optimale Variante während des Baus einsetzen. So, dass es möglichst wenige Beeinträchtigungen gibt.»

Jetzt geht es an die Planung

Christian Meister kann sich durchaus noch für die optimale Lösung einsetzen. Denn das Bundesamt für Strassen (Astra) beginnt nun erst mit der Detailplanung. «Das Wichtigste ist eine längere Beschleunigungsstrecke. Diese wird mehr als doppelt so lange wie heute», erklärt Astra-Sprecher Thomas Rohrbach das Vorgehen. Auch die Brücke über die Autobahn soll verbreitert werden.

Sobald ein sogenanntes Ausführungsprojekt steht, wird ein Einspracheverfahren gestartet. Frühestmöglicher Baustart ist daher im Jahr 2025.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. August 2021 06:53
aktualisiert: 19. August 2021 06:54