Druck auf Mietpreise

In Luzern wütet das Ladensterben wegen Corona und Online-Handel

24. September 2020, 10:20 Uhr
Die Weggisgasse in Luzern – auch hier stehen leere Ladenlokale.
© kosmetikamgrendel.ch
Das Ladensterben macht sich auch im Luzerner Stadtbild bemerkbar. Die Corona-Krise und der Online-Handel beschwören eine Geisterstadt hervor.

Leergefegte und zur Vermietung ausgeschriebene Verkaufslokale säumen die Weggisgasse und Kappelgasse. Die Corona-Krise fegt über Luzern und zusammen mit dem Online-Handel werde das Ladensterben angekurbelt. «Ein momentaner Anstieg an Inseraten ist sichtbar», bestätigt Robert Weinert, Leiter Immo-Monitoring bei Wüest Partner, gegenüber «20 Minuten». Nicht nur Luzern sei betroffen, die Vermietung von Ladenflächen sei an vielen Orten in der Schweiz unter Druck.

Druck auf Mietpreise steigt

Konkrete Zahlen könne man erst im ersten Quartal 2021 publizieren, doch Weinert prophezeit schwierige Zeiten für Vermieter. «Je mehr Flächen ausgeschrieben werden, desto mehr steigt auch der Druck auf die Mietpreise.» Die Vermarktung von leeren Ladenflächen daure ausserdem länger als in 2019, berichtet 20 Minuten. Um das Ladensterben zu bremsen, könne man vermehrt auf Pop-up-Läden setzen.

Gerade die Touristenstadt Luzern müsse die Ladenvielfalt fördern und nicht nur Touristen ansprechen. Mögliche Mieter würde ihre Lokale in Städten an gut frequentierten Lagen suchen, meint Weinert.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 24. September 2020 10:19
aktualisiert: 24. September 2020 10:20