Ukraine-Krieg

Kanton Luzern schafft in Dagmersellen Platz für 80 Geflüchtete

18. August 2022, 11:04 Uhr
Der Kanton Luzern macht die Zivilschutzanlage in Dagmersellen parat, um dort bis zu 80 Geflüchtete unterbringen zu können. Die bestehenden Unterkünfte sind bereits zu über 90 Prozent ausgelastet. Noch immer kommen Menschen aus der Ukraine in die Schweiz, gleichzeitig steigt auch die Zahl der Asylsuchenden aus anderen Ländern.
Das Empfangszentrum für Flüchtlinge in der Stadt Luzern: Wegen dem grossen Zustrom von Menschen bereitet der Kanton Luzern in Dagmersellen eine Notunterkunft vor. (Archivbild)
© Reto Legena, Keystone-SDA

Die Anlage in Dagmersellen soll der kurzzeitigen Notunterbringung dienen, teilte die Luzerner Staatskanzlei am Donnerstag mit. Bereits als Notunterkunft in Betrieb ist die Mehrzweckhalle Allmend mit 200 Plätzen. Diese kann aber nicht über den Winter betrieben werden. Bei Bedarf steht zudem die Zivilschutzanlage Rönnimoos mit 70 Plätzen zur Verfügung.

Es sei unumgänglich, weitere Zivilschutzanlagen zur Notunterbringung vorzubereiten, wird Sozialdirektor Guido Graf in der Mitteilung zitiert. «Ohne diese können wir die Aufgabe nicht bewältigen.»

Aktuell befinden sich 2470 Personen mit Status S in der Zuständigkeit des Kantons Luzern. 1655 sind in kantonalen Unterkünften untergebracht, rund 815 Personen leben bei Gastfamilien.

1900 Plätze geschaffen

Der Kanton schuf seit Beginn des Kriegs in der Ukraine mehr als 1900 Plätze. Der Grossteil befindet sich in temporären Unterkünften und in angemieteten Wohnungen. Seit der Zuweisung von Geflüchteten an die Gemeinden haben diese 300 Plätze zur Verfügung gestellt, weitere 600 sind in Prüfung.

Neu geschaffene Plätze würden wegen des grossen Zustroms an Menschen vorweg belegt. Weil die Dauer der Unterbringung in Gastfamilien oft befristet ist, erwartet der Kanton in den nächsten Wochen und Monaten, zusätzliche Schutzsuchende unterbringen zu müssen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 18. August 2022 13:58
aktualisiert: 18. August 2022 13:58
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