Zentralschweiz
Luzern

Kanton Luzern will Putzpflicht wegen Muschel in Seen

Fremd und unerwünscht

Kanton Luzern will Putzpflicht wegen Muschel in Seen

25.01.2024, 08:38 Uhr
· Online seit 25.01.2024, 07:00 Uhr
Schon länger bereitet die invasive Quagga-Muschel in der Schweiz Kopfzerbrechen. Sie verdrängen einheimische Arten, blockieren technische Anlagen oder bedrohen den Fischbestand. Nun will die Luzerner Regierung die Reinigungspflicht für Bootsbesitzer verschärfen.
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Ursprünglich war sie in Zuflüssen des Schwarzen Meeres zu Hause, nun breitet sich die Quagga-Muschel in Europa rasant aus. In der Schweiz sind unter anderem bereits der Genfer-, Boden- und Neuenburgersee betroffen. Die Zentralschweizer Kantone sagen der Muschel schon länger den Kampf an. So berichtete die «Zuger Zeitung», dass der Ägerisee eine Zufahrtsschranke für Boote erhalten soll.

Schiff-Nomaden sollen künftig besser putzen

Nun will auch der Kanton Luzern einen Schritt weitergehen. Aktuell befindet sich eine Anpassung der Schifffahrtsverordnung in der Vernehmlassung. Diese Verschärfung beinhaltet unter anderem eine Meldepflicht und vor allem eine Reinigungspflicht. Denn: Der Bund geht davon aus, dass sich die Quagga-Muschel vor allem deshalb ausbreitet, weil der Mensch sie in verschiedene Gewässer transportiert. Die Larven der Muschel würden etwa durch Freizeitboote, die in verschiedenen Seen verwendet werden, verschleppt.

Fischereiverband erfreut über Stossrichtung

In einer Mitteilung begrüsst der Luzerner Fischereiverband die vorgesehene Verschärfung in Luzern. «Wir alle, nicht nur Fischerinnen und Fischer, haben höchstes Interesse daran, dass Quagga-Muscheln nicht in unsere Zentralschweizer Seen gelangen», so Präsident Markus Fischer. «Sind sie einmal da, wird man sie fast nicht mehr los und die Auswirkungen auf das Seeökosystem sind katastrophal.»

veröffentlicht: 25. Januar 2024 07:00
aktualisiert: 25. Januar 2024 08:38
Quelle: PilatusToday

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