Corona-Mutation in Luzern

Kantonsarzt Roger Harstall: «Das war zu erwarten»

25. Januar 2021, 18:58 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Im Kanton Luzern sind vier Fälle des mutierten britischen Coronavirus nachgewiesen worden. In zehn weiteren Fällen trat eine unspezifische Mutation auf. Darum führt der Kanton in Alters- und Pflegeheimen ab Montag Schnelltests ein.

Die Schnelltests in den Heimen sind freiwillig, wie der Kanton mitteilte. Die Erfahrungen mit den Tests sollen nach einer Woche ausgewertet werden, anschliessend entscheiden die Behörden über das weitere Vorgehen.

Ein Besucher aus Grossbritannien steckte in einer Landgemeinde drei Verwandte mit der britischen Mutation (B.1.1.7) an. Eine weitere Person, ebenfalls in einer Landgemeinde, steckte sich mit grosser Wahrscheinlichkeit in St. Moritz mit B.1.1.7 an. Ihr Ehepartner wies beim Test eine andere Mutation auf. In allen Fällen traf der Kantonsarzt Roger Harstall die notwendigen Vorkehrungen gegen die Ausbreitung der Mutationen.

Mit den Schnelltests von Personal, Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Besucherinnen und Besuchern in Alters- und Pflegeheimen will der Kanton zum einen Infizierte ohne Symptome frühzeitig identifizieren und isolieren. Zum anderen sollen die Tests eine epidemiologische Momentaufnahme liefern.

Für den Luzerner Kantonsarzt Roger Harstall ist das Aufkommen der neuen Virus-Variante keine Überraschung. «Bei diesen Massnahmen war das zu erwarten», so der Kantonsarzt gegenüber PilatusToday und Tele1. Jetzt gehe es darum, die Verbreitung der Mutation so weit wie möglich zu verlangsamen. 

Die Testkosten vergütet der Bund ab dem 28. Januar. Bisher gingen die Tests von Personen ohne Symptome zu Lasten des Kantons bei Ausbruchsuntersuchungen, der Heime als Auftraggeber oder der getesteten Person.

Quelle: sda
veröffentlicht: 25. Januar 2021 13:09
aktualisiert: 25. Januar 2021 18:58