Luzern

Kleine Emme soll weiter gegen Hochwasser ausgebaut werden

22. März 2022, 06:35 Uhr
Die Luzerner Regierung beantragt für den weiteren Ausbau der Kleinen Emme insgesamt mehr als 27 Millionen Franken. Es geht dabei um Hochwasserschutzmassnahmen in Littau und Malters sowie in Wolhusen und Werthenstein.
Die Kleine Emme beim Hochwasser von 2005 bei Werthenstein. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/SIGI TISCHLER

Nach den grossen Schäden, die das Hochwasser 2005 in Wolhusen, Werthenstein, Malters, Littau, Reussbühl und Emmenbrücke angerichtet hatte, entschied der Kanton Luzern, die Kleine Emme vom Zufluss der Fontanne bis zu ihrer Mündung in die Reuss auszubauen. Das Vorhaben, das sich über 23 Kilometer erstreckt, wurde in 15 Abschnitte aufgeteilt.

Aufweitung der Kleinen Emme schwierig

Nun soll der Fluss von der Blatterbrücke in Malters bis Thorenberg in Littau hochwassersicher ausgebaut werden. Die Kleine Emme ist dort stark verbaut. Gewässeraufweitungen seien nur eingeschränkt umsetzbar, heisst es in der Botschaft der Kantonsregierung an das Kantonsparlament.

Die Sohle des Flusses wird strukturiert. Die Mündungen von Bächen, die in die Kleine Emme fliessen, werden renaturiert. Das Wehr Thorenberg erhält einen Fischaufstieg.

Bund soll fast die Hälfte zahlen

Die Kosten belaufen sich auf 21,5 Millionen Franken. Davon entfallen 16,8 Millionen Franken auf die eigentlichen Bauarbeiten. Der Bund wird voraussichtlich 45 Prozent der Kosten übernehmen.

Weitere 6 Millionen Franken beantragt der Regierungsrat für den Ausbau der Kleinen Emme in Wolhusen und Werthenstein. Ziel ist es, Baugebiet so gut es geht vor künftigen Überschwemmungsschäden zu schützen.

Mit dem Projekt werde die Abflusskapazität des Flusses erhöht, erklärte die Kantonsregierung in ihrer Botschaft. Die bestehenden Uferverbauungen würden verstärkt und erhöht.

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. März 2022 06:35
aktualisiert: 22. März 2022 06:35
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