Zentralschweiz
Luzern

Knatsch um Schulweg – Eltern und Schulleitung im Streit

Horw

Knatsch um Schulweg – Eltern und Schulleitung im Streit

· Online seit 17.03.2023, 05:58 Uhr
Welches Kind wird welchem Schulhaus zugeteilt? In der Luzerner Gemeinde Horw streiten Eltern und die Schulleitung seit Jahren über diese Frage. Die Eltern haben mit einem offenen Brief an die Behörden nochmals versucht, das Thema aufzunehmen.
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Eltern und Schulleitung in Horw liegen seit Jahren im Streit. Grund dafür ist die Zuteilung in die Schulhäuser. Beide Parteien fühlen sich missverstanden, deshalb wollten die Eltern nochmals eine Diskussion darüber beginnen. Sie richteten einen offenen Brief an die Behörden, aber mit mässigem Erfolg. Dieses Schreiben liegt PilatusToday und Tele 1 vor.

Enttäuschte Eltern gegen frustrierte Behörden

Die Kinder werden von einem ins nächste Schulhaus gesteckt, die Eltern sind enttäuscht, die Behörden frustriert. In Horw ist die Klassenzuteilung ein grosses Thema. Als Reaktion auf den offenen Brief der Eltern lud am vergangenen Mittwoch die Bildungskommission und die Schulleitung das Parlament und die Exekutive Horws ein. Die Eltern jedoch, die den offenen Brief eingereicht hatten, waren nicht eingeladen.

Für Philipp Peter, Stadtparlamentarier von Horw, ist das gar nicht nachvollziehbar. «So hätte man Themen gehört, die so an diesem Abend nicht aufkamen.» Der Gemeindepräsident von Horw, Ruedi Burkhard, sieht das jedoch ganz anders: «Ist es wirklich zielführend, so einen komplexen Prozess den Eltern nahezubringen?» Denn so würden noch viel mehr Fragen auftauchen, die nicht berücksichtigt werden könnten.

Schwierige Situation

Nebst den Bedürfnissen der Eltern, die Kinder in die gewünschte Schule zu bringen, gebe es nämlich sehr viele weitere Parameter. Dazu gehören der Schulweg oder die soziale Durchmischung der Klassen, wie Burkhard sagt.

Philipp Peter jedoch versteht diese Regelung nicht. «Für mich müsste man weiterdenken. Gibt es nicht auch andere Lernsysteme?» Das könnten beispielsweise Mehrjahresklassen sein. Vonseiten der Schule möchte man in Zukunft wieder mehr Wert auf eine klare Kommunikation legen. Deswegen wurde der alljährliche Elternbrief, den es zum Schuljahresstart gibt, netter verfasst.

(red.)

veröffentlicht: 17. März 2023 05:58
aktualisiert: 17. März 2023 05:58
Quelle: PilatusToday / Tele 1

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