Illegale Bauten

Kriens will mit Kataster illegales Bauen im Hochwald verhindern

16. März 2022, 16:13 Uhr
Die Stadt Kriens will illegales Bauen im Hochwald künftig konsequenter verfolgen. Sie will deswegen den Hochwaldkataster neu erfassen, wie sie am Mittwoch mitteilte.
Waldhütten sollen nicht zu Ferienhäusern umgenutzt werden können. (Symbolbild)
© Stadt Kriens

Im Kataster sind alle Bauten im Hochwald systematisch fotografisch erfasst. Die Neuerfassung des Katasters starte in wenigen Wochen, teilte die Stadt Kriens mit. Die neuen und die alten Fotos werden dann miteinander verglichen. So sollen bauliche Veränderungen leicht festgestellt und dokumentiert werden können. 

Würden neue, nicht bewilligte Bautätigkeiten festgestellt, würden diese «konsequent zur Anzeige gebracht», teilte die Stadt Kriens mit. Für widerrechtlich erstellte oder geänderte Bauten solle es «keine Schonzeit» mehr geben. Bauen ohne Bewilligung sei auch im Hochwald nicht zulässig.

Nach einem Bundesgerichtsurteil 2010 hatte Kriens von allen Liegenschaftsbesitzern, bei denen nicht bewilligte bauliche Massnahmen festgestellt worden waren, ein nachträgliches Baugesuch verlangt. Insgesamt wurden 88 nachträgliche Gesuche eingereicht, davon sind 13 Fälle noch hängig.

Die Bearbeitung dieser Fälle sei sehr aufwendig gewesen, teilte die Stadt mit. Mit der Weiterführung des Katasters solle die Baukontrolle intensiviert und damit erneute aufwendige juristische Verfahren verhindert werden.

Der Hochwaldkataster kann indes nur äusserlich sichtbare Veränderungen aufdecken. Umnutzungen von Gebäuden könnten mit den Fotografien nicht abschliessend beurteilt werden, teilte die Stadt mit.

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. März 2022 16:13
aktualisiert: 16. März 2022 16:13
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