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Kunst

Kunstmuseum Luzern verdoppelt Budget für Werkkäufe

9. März 2021, 12:50 Uhr
Das Kunstmuseum Luzern verdoppelt dieses Jahr den Betrag für Käufe für die Sammlung auf 100'000 Franken. Das Museum hatte wegen der Coronapandemie zuletzt viel budgetiertes Geld nicht ausgeben können und investiert dieses nun in neue Werke - ein schwieriges hat es bereits erworben.
Konservatorische Herausforderung: Das Kunstmuseum Luzern erwirbt ein Werk des Künstlers Rinus Van de Velde, dessen Ausstellung es aktuell zeigt.
© KEYSTONE/URS FLUEELER

Der Vorstand der Kunstgesellschaft Luzern und die Geschäftsleitung hätten beschlossen, die Einsparungen von Vernissagen und Veranstaltungen direkt der Kunst zugutekommen zu lassen, teilte das Museum am Dienstag mit. Auch wenn der Ankaufsetat für die Sammlung nun erhöht werde, sei der Betrag immer noch bescheiden, in Anbetracht der exorbitanten Summen, die auf dem Markt für hochkarätige Kunst bezahlt werden.

Mit dem Geld habe das Museum etwa vier Fotografien und eine Grafik der Künstlerin Marion Baruch erworben. Die Künstlerin selber schenkte dem Museum die raumfüllende Textilinstallation (2020), damit besitze man zwei wichtige Werkgruppen von Baruch.

Erweiterungen ist Kernaufgabe

Ein anderer Neuzugang stammt vom belgischen Künstler Rinus Van de Velde, dessen Ausstellung im Kunstmuseum Luzern eben erst angelaufen ist. Das erworbene Werk (2018) ist ein bemaltes Hausdach aus Holz und Karton, das in einem schwarzen, mit Wasser gefüllten Bassin steht. Die Arbeit sei zwar schwierig zu konservieren, da Wasser dafür denkbar schlecht geeignet sei, sei aber einzigartig.

Die Erweiterung der Sammlung gehöre zu den Kernaufgaben des Kunstmuseums Luzern. Gesammelt werde entsprechend den vier Schwerpunkten: historische Werke mit Bezug zur Zentralschweiz, Kunst der 1970er-Jahre, Werke von herausragenden Künstlerinnen und Künstlern aus der Region von mindestens nationaler Bedeutung, sowie die Dokumentation und Spurensicherung der eigenen vielfältigen Ausstellungstätigkeit.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. März 2021 12:50
aktualisiert: 9. März 2021 12:50