Luzern

Leckereien und reduzierte Lichter – «Rudolfs Weihnacht» läutet die Adventszeit ein

19. November 2022, 07:32 Uhr
Am Freitag hat «Rudolfs Weihnacht» auf dem Inseli in Luzern eröffnet. Der Markt lockt mit Musik, Speis und Trank und gar Sport. Die Stadt Luzern will die Weihnachtsmärkte nächstes Jahr ausschreiben.
Gemütlich gemeinsam Glühwein geniessen und ein Foto schiessen.
© Luzerner Zeitung / Dominik Wunderli
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Seit Freitag können Besucherinnen und Besucher auf dem Luzerner Inseli wieder Fondue essen, Glühwein schlürfen oder Geschenke für ihre Liebsten kaufen. Der Markt Rudolfs Weihnacht hat begonnen, schreibt die «Luzerner Zeitung». Er findet – nach dem Start 2019, der Absage wegen Corona 2020 und der Durchführung mit Zertifikatspflicht 2021 – nun zum dritten Mal statt.

Dieses Jahr gibt es gemäss Organisatoren mehr Ausstellende sowie neu ein Sport- und Musik-Chalet. In dieser Bar sorgen abends DJs oder Musiker für Stimmung oder es werden Formel-1- und Skirennen sowie die Spiele der Fussball-WM live übertragen. Ein Teil des Gewinnes aus der WM-Phase wird für das «Safer Migration Project» (SaMi) des Pravasi Nepali Coordination Commitee gespendet. Das Projekt unterstützt notleidende Wanderarbeiter in Katar, Saudi-Arabien und Malaysia. «Wir glauben, dass ein offener Diskurs und eine Plattform für Gespräche und Auseinandersetzung besser sind als Boykotte», schreiben die Veranstalter dazu.

Es herrscht Weihnachtsstimmung.

© Luzerner Zeitung / Dominik Wunderli

Durch Teilschliessung des Marktes wird Strom gespart

Der vordere Teil des Weihnachtsmarktes wird wie gewohnt um 11 Uhr geöffnet sein, die andere Hälfte erst ab 16 und das Fondue-Chalet ab 17.30 Uhr. «Dies machen wir, um unser Stromsparziel zu erreichen», erklärt Philipp Kathriner von Rudolfs Weihnacht. Denn die jeweilige Beleuchtung in den verschiedenen Teilen werde nur eingeschaltet, wenn der Bereich geöffnet sei. «Auch haben wir die Anzahl der mit Beleuchtung geschmückten Bäume reduziert und werden am Abend im Park die Grundbeleuchtung etwas früher abstellen als in der Vergangenheit», so Kathriner.

Die Organisatoren hoffen auf etwas mehr Besucherinnen und Besucher als im letzten Jahr, da keine Zertifikatskontrolle mehr besteht. Das Fondue-Chalet sei für die Wochenenden sehr gut, zum Teil voll ausgebucht. «Natürlich finden wir für Laufkundschaft immer noch ein Plätzchen», fügt Kathriner an. Unter der Woche seien noch mehr Plätze verfügbar. An den Aussenbars und Chalets kann mit Twint und Karte bezahlt werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit Bargeld Prepaidkarten zu beziehen, der Restbetrag wird wieder in Bargeld zurückerstattet.

Für die teils langen Tage und vielen Angebote sind die Veranstalter auf viele Mitarbeitende angewiesen. «Wir sind mega froh, dass wir dank unseres treuen Teams sehr gut aufgestellt sind», so der Co-Gründer der Rudolfs Reindeer AG, die den Weihnachtsmarkt durchführt. Gerade in der kalten Jahreszeit wolle man aber auch auf Krankheitsabsenzen vorbereitet sein. «Gute Leute sind deshalb immer willkommen.»

Weihnachtsmärkte werden nächstes Jahr ausgeschrieben

In der Stadt Luzern gibt es mehrere Weihnachtsmärkte, die öffentlichen Grund nutzen: neben Rudolfs Weihnacht auch der Weihnachtsmarkt auf dem Franziskanerplatz, das Venite Forum auf dem Kapellplatz und das Wintervergnügen im Vögeligärtli. Letzteres hat ebenfalls am Freitag eröffnet, im Winterdörfli gibt es unter anderem eine Eisenbahn und Kerzenziehen.

Alt und Jung sind fasziniert.

© Luzerner Zeitung / Dominik Wunderli

Zukünftig will die Stadt die Weihnachtsmärkte für die Standorte Franziskanerplatz, Vögeligärtli und Inseli ausschreiben. «Aktuell werden Vorbereitungsarbeiten getätigt mit dem Ziel der Ausschreibung anfangs 2023», schreibt Mario Lütolf, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen auf Anfrage. «Mit einer fairen Übergangsfrist von einem Jahr soll die erstmalige Durchführung auf der Grundlage der Ausschreibung dann im Winter 2024 erfolgen können.» Auch die heute noch unterschiedlichen Nutzungsgebühren sollen dann vereinheitlicht werden.

(Sandra Peter)

Quelle: Luzerner Zeitung
veröffentlicht: 19. November 2022 07:26
aktualisiert: 19. November 2022 07:32