Trinkwasser

Letzte Haushalte in Stadtluzerner Quartier haben wieder Trinkwasser

11. August 2022, 17:35 Uhr
Nun können auch die letzten Bewohner im Luzerner Quartier, das von einer Trinkwasserverschmutzung betroffen war, wieder vom Hahn trinken. Der Wasserversorger Energie Wasser Luzern (EWL) gab am Donnerstag Entwarnung, zwölf Tage nach Auftreten der Bakterien.
Nach einer Trinkwasserverschmutzung in der Stadt Luzern haben die Verantwortlichen Entwarnung gegeben. (Archivbild)
© KEYSTONE/PHILIPP SCHMIDLI

Bereits seit Dienstag hatten 95 Prozent der Haushalte im Quartier Langensand Matthof wieder sauberes Trinkwasser. In rund zwei Dutzend Häusern im Gebiet Imfangring war das Trinkwasser aber nach wie vor ungeniessbar und musste abgekocht werden. EWL installierte für diese Liegenschaften eine provisorische Trinkwasserzufuhr.

Nun könne das Trinkwasser wieder normal konsumiert werden, hiess es in einer Mitteilung auf der Warn-App Alertswiss. Die Quelle der Verunreinigung habe man aber noch nicht gefunden, hiess es bei EWL auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es sei durchaus möglich, dass man diese nie finde, wenn etwa alle Keime ausgeschwemmt seien.

EWL-CEO Patrik Rust hatte gesagt, die potenziellen Quellen der Verschmutzung seien vielfältig. Möglich wäre eine Verbindung zu potenziellem Schmutzwasser aus Kanalisation, einem Teich oder einem Gartenschlauch, etwa über ein fehlerhaftes Rückschlagventil.

Bei den Keimen handelte es sich um Darmbakterien. Von der Trinkwasserverschmutzung waren rund 3000 Personen betroffen. EWL stellte im Quartier temporär fünf Trinkwasserzapfstellen auf. Es war laut EWL das erste Mal seit 20 Jahren, dass es in der Stadt Luzern eine Trinkwasserverschmutzung gab.

Quelle: sda
veröffentlicht: 11. August 2022 17:35
aktualisiert: 11. August 2022 17:35
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