Ja zum Velonetz

«Luzern macht einen wichtigen Schritt in die Velo-Zukunft»

16. Mai 2022, 08:55 Uhr
Das klare Ja zum Gegenvorschlag zur Pro Velo-Velonetzinitiative macht den Weg frei für rund 27 Kilometer gut ausgebaute Velohauptrouten. Damit will die Stadt Luzern velofreundlicher werden und die Sicherheit auf den Strassen erhöhen.
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Quelle: PilatusToday / David Migliazza

Das Velonetz der Stadt Luzern kann in den nächsten 10 Jahren deutlich ausgebaut werden. Mit dem Ja zum Gegenvorschlag der Initiative «JA zum Velonetz» genehmigten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Stadt Luzern einen Sonderkredit von knapp 20 Millionen Franken. Mit dem Geld soll in Luzern ein richtiges Velonetz entstehen: Velohauptstrassen sollen dabei sternförmig ins Zentrum führen, es sind aber auch neue Verbindungen und eine Fussgänger- und Velobrücke über die Reuss geplant.

So soll zukünftig das Velonetz in der Stadt Luzern aussehen.
© Stadt Luzern / Grafik CH Media

Das überparteiliche Komitee «JA zum Velonetz» freut sich, dass die Stadt Luzern damit Fahrt für zahlreiche Verbesserungen aufnimmt. Mit dem Ja-Stimmenanteil von 71,5 Prozent würde die Bevölkerung der Stadt Luzern ein deutliches Zeichen für ein besseres Velonetz in der Stadt Luzern setzen.

Das klare Ja erhöhe auch den Druck auf den Kanton Luzern, der als Eigner der Kantonsstrassen für viele gefährliche Velostellen verantwortlich ist. «Nun gilt es, auch den Kanton mit ins Boot zu holen. Es wäre eine verpasste Chance, nun nicht auch Verbesserungen auf den Kantonsstrassen zu realisieren. Konkreter Handlungsbedarf besteht beispielsweise auf dem Schweizerhofquai sowie auf dem Bahnhofplatz», so Bärtsch weiter.

«Wir wollen keine Luxus-Velostrassen»

Gegen die Investitionen für das Luzerner Velonetz hatte sich die städtische SVP ausgesprochen. Die SVP-Mitglieder anerkennen den Bedarf nach durchgehenden Velowegen laut eigenen Aussagen, möchten aber keine Luxus-Velostrassen. Weiter befürchtet die SVP der Stadt Luzern, dass mit dem Entscheid weitere Kapazitäten für die restlichen Verkehrsarten abgebaut werden.

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Quelle: PilatusToday / David Migliazza

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. Mai 2022 17:15
aktualisiert: 16. Mai 2022 08:55
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