Sommarugas Energiestrategie

Luzerner Investor will Gaskraftwerk bauen

21. Februar 2022, 17:06 Uhr
Kaum hat Umweltministerin Simonetta Sommaruga ihre kühnen Pläne zum Bau von drei grossen Gaskraftwerken verkündet, bringt sich ein erster Investor in Stellung: Peter Schildknecht, Chef der Papierfabrik im luzernischen Perlen.
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Quelle: PilatusToday/Andreas Wolf

Bis 2025, also innert drei Jahren, will Energieminsterin Simonetta Sommaruga zwei bis drei Gaskraftwerke bauen. Das Ziel: die drohende Stromlücke im Winter abzuwenden und das Risiko eines Blackouts zu minimieren. Weder ein Standort noch ein Investor hat die Bundesrätin genannt. Bis jetzt. Mit Peter Schildknecht, Chef der Papierfabrik Perlen, präsentiert sich ein erster williger Investor, wie die «Sonntagszeitung» schreibt.

«Wir haben sehr grosses Interesse, eines der Gaskraftwerke zu bauen, welche der Bundesrat vorschlägt», sagt Peter Schildknecht. Perlen steht bereits auf Sommarugas Wunschliste. Nach aktuellem Stand kommen 18 Standorte infrage.

Papierfabrik Perlen ist ideal

Das Industrieareal der Papierfabrik bringt alle nötigen Voraussetzungen mit, ist Schildknecht überzeugt. «Der Standort wäre geradezu ideal für ein Gaskraftwerk», sagt er. Es liege geografisch zentral, und in der unmittelbaren Umgebung gäbe es eine Pipeline, bei der man das Gas anzapfen könnte. Zudem befindet sich das Elektrizitätsunterwerk Mettlen ganz in der Nähe, wo man den produzierten Strom direkt ins Hochspannungsnetz einspeisen könne.

Zwar brauche es bei einem solchen Projekt noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung, sagt Schildknecht. «Aber ich bin überzeugt, dass man ein Gaskraftwerk in Perlen im Vergleich zu anderen Standorten sehr schnell realisieren könnte.»

Neben Perlen erfüllen zwei weitere Standorte die Bedingungen

Gemäss Recherche der «Sonntagszeitung» sind auch die Besitzer zweier anderer idealer Standorte interessiert am Bau eines Gaskraftwerks. Der eine ist das bereits bestehende Gaswerk in Birr im Kanton Aargau. Und eine weitere Option wäre das Gelände eines stillgelegten thermischen Kraftwerks in Chavalon im Wallis.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. Februar 2022 10:32
aktualisiert: 21. Februar 2022 17:06
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