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Luzerner Kantonsregierung will autonomes Fahren ohne neue Regelung fördern

Mobilität

Luzerner Kantonsregierung will autonomes Fahren ohne neue Regelung fördern

02.07.2024, 06:55 Uhr
· Online seit 01.07.2024, 14:28 Uhr
Die Luzerner Kantonsregierung hat sich gegen eine gesetzliche Grundlage zur Förderung von automatisiertem Fahren ausgesprochen. Denn bereits heute könnten interessierten Unternehmen Pilotversuche ermöglicht werden, so die Begründung.
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Die Regierung sei dem autonomen Fahren gegenüber aufgeschlossen, schreibt diese in ihrer Stellungnahme vom Dienstag auf einen Vorstoss aus den Reihen der Mitte. Eine Förderung schliesse sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus. Die Regelungskompetenz liege jedoch beim Bund.

In einem Vorstoss forderte Kantonsrat Markus Bucher (Mitte) von der Regierung eine gesetzliche Grundlage, damit der Kanton Luzern in Sachen autonomes Fahren künftig eine Vorreiterrolle einnehmen kann. Das automatisierte Fahren sei in der Schweiz angekommen und werde sich in den nächsten Jahren ausbreiten, so Bucher.

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Regierung ist dagegen

Die Regierung empfiehlt den Vorstoss zur Ablehnung. Nicht nur hält sie eine Anpassung der Gesetzgebung für nicht notwendig, sie rechnet auch mit erheblichen Kostenfolgen bei einer Überweisung. Sie geht von 300 Arbeitsstunden à 140 Franken aus. Weiter argumentiert sie, dass die Durchführung von Testversuchen in der Verantwortung von Unternehmen liege und nicht in der des Kantons.

Testversuche wurden durchgeführt

So führten bereits die Migros und das Startup Loxo ein Testversuch mit einem autonomen Lieferfahrzeug durch, wie es heisst. Gemeinsam mit Schindler testeten sie einen Lieferservice namens «Migronomous», welcher Bestellungen aus dem Migros Supermarkt in Ebikon zum Firmengelände der Aufzugsfirma Schindler transportierte.

(sda)

veröffentlicht: 1. Juli 2024 14:28
aktualisiert: 2. Juli 2024 06:55
Quelle: PilatusToday

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redaktion@pilatustoday.ch