Ökologischer, sicherer, schöner

Luzerner Regierung bewilligt Mega-Hochwasserschutzprojekt an der Reuss

22. Juni 2022, 13:02 Uhr
Die Luzerner Regierung hat das 200 Millionen Franken teure Hochwasserschutzprojekt an der Reuss genehmigt. Mit einem Drittel der Einsprechenden wird allerdings keine Einigung gefunden.
Das Hochwasserschutzprojekt Reuss wurde nach dem Hochwasser vom August 2005 erarbeitet, um ein solches Szenario in Zukunft zu verhindern.
© Keystone sda

Die Reuss ist der grösste Fluss im Kanton Luzern und für die Region von grosser Bedeutung: Über 135'000 Menschen leben und arbeiten hier. Damit die Umgebung ökologisch, sicher und attraktiv ist und bleibt, arbeitet die Luzerner Regierung seit Jahren am Projekt «Hochwasserschutz und Renaturierung Reuss». Dieses wurde heute bewilligt, wie der Kanton am Mittwochvormittag mitteilt.

So weit, so gut?

Das rund 200 Millionen Franken teure Vorhaben soll Menschen, Tiere, Infrastrukturen sowie Güter vor Überflutungen schützen und gleichzeitig den Gewässerraum ökologisch aufwerten. Zudem soll die Lebensqualität der Bevölkerung gesteigert werden, indem neue Erholungsräume geschaffen werden und die Trinkwasserversorgung gesichert wird. So weit, so gut. Nicht ganz, jedenfalls nicht für alle.

Bewilligung, aber keine ganzheitliche Einigung

Um das Hochwasserschutzprojekt realisieren zu können, müssen nämlich Fruchtfolgeflächen in Anspruch genommen werden. Dieser Landverbrauch stiess bei Landwirten auf Kritik. Das ursprüngliche Projekt von 2016 war deswegen überprüft worden, während der Einsprachefrist 2019 gingen 56 Einsprachen ein. 23 Einsprachen hätten erledigt werden können, teilte das Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement am Mittwoch mit. Mit rund einem Drittel der Einsprechenden konnte man sich nicht einigen.

Einigung mit Gemeinden

Mit den einsprechenden Gemeinden habe aber eine Einigung erzielt werden können, teilte das Departement weiter mit. Dies sei ein positives Signal für das Vorhaben. Über den Kredit werden die Stimmberechtigten entscheiden. Die Volksabstimmung wird aber, abhängig von den Beschwerdeverfahren, frühestens 2023 stattfinden.

Die Reuss trat schon mehrmals über die Ufer. So beispielsweise im Juli 2021.

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Quelle: Tele M1 / ArgoviaToday

(sda)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 22. Juni 2022 13:05
aktualisiert: 22. Juni 2022 13:05
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