Kantonsfinanzen

Luzerner Regierung will an Tiefsteuerstrategie festhalten

13. Mai 2022, 13:42 Uhr
Im Kanton Luzern sollen Firmen weiterhin weniger Steuern bezahlen als anderswo. Die Kantonsregierung hat in ihrem neuen Finanzleitbild festgelegt, dass Luzern steuerlich attraktiv bleiben will. Davon profitieren sollen auch Privatpersonen.
Der Luzerner Finanzdirektor Reto Wyss will auch künftig tiefe Steuern im Kanton. (Archivbild)
© Luzerner Zeitung/Pius Amrein

Das neue Finanzleitbild ersetzt jenes aus dem Jahre 2017, als der Kanton Luzern finanziell schwierige Zeiten durchmachte. Heute hat er vier positive Rechnungsabschlüsse in Folge hinter sich, die Ausgangslage für das neue Leitbild sei eine ganz andere, hält die Regierung in einer Mitteilung fest.

Für das Leitbild formulierte sie fünf Grundsätze. So soll der Kanton etwa die eigene Finanzkraft und damit seine finanzielle Unabhängigkeit stärken. Dabei geht es auch um die Steuern. Einkommen von natürlichen Personen sollen unter dem schweizerischen Durchschnitt besteuert werden, ihre Vermögen gar deutlich tiefer. Bei der Gewinnsteuer soll Luzern einen Spitzenplatz halten.

Ein weiterer Schwerpunkt widmet die Regierung dem Personal. Der Kanton soll konkurrenzfähige Anstellungsbedingungen bieten und seine Position auf dem Arbeitsmarkt stärken. 

Das Leitbild wird als nächstes dem Kantonsparlament zur Kenntnisnahme unterbreitet.

Quelle: sda
veröffentlicht: 13. Mai 2022 13:35
aktualisiert: 13. Mai 2022 13:42
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