Geflüchtete

Megger Gemeinderat prüft Wohncontainersiedlung

15. Juli 2022, 05:59 Uhr
Weil in der Gemeinde Meggen freie Wohnungen für Asylsuchende und Flüchtlinge fehlen, prüft der Gemeinderat die Erstellung einer Wohncontainersiedlung für rund 100 Personen. In Frage kommt der Standort Gottlieben.
Der Kanton Bern errichtete auf dem Berner Viererfeld ein Containerdorf für Flüchtlinge. Auch Meggen prüft eine Wohncontainersiedlung. (Archivbild)
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Dieser Standort verfüge über die optimalen Bedingungen für die geplante Unterkunft und die zeitlich beschränkte Betriebsdauer, teilte der Gemeinderat am Donnerstag mit. Dieser will die Megger Bevölkerung am 22. August über die Pläne informieren.

Ende Juni hatte die kantonale Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen die Luzerner Gemeinden über die Zuweisung von Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich informiert.

Für die Gemeinde Meggen bedeute der Zuweisungsentscheid, dass sie bis am 1. September Zeit hat, für 123 Personen geeignete Unterkünfte bereitzustellen. Gelingt das nicht, müssen Ersatzabgaben für nicht aufgenommene Asylsuchende und Flüchtlinge pro Person und Tag entrichtet werden.

Der Gemeinderat von Meggen prüfte verschiedene Standorte und Möglichkeiten. Die bestehende Zivilschutzanlage beim Werkhof Huob komme für ihn nicht in Frage, auch der Kanton bezeichne sie als nicht geeignet. Aus diesen Gründen entschied sich der Gemeinderat, die Erstellung einer Wohncontainersiedlung zu prüfen.

(sda)

Quelle: sda
veröffentlicht: 15. Juli 2022 05:59
aktualisiert: 15. Juli 2022 05:59
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