Prekäre Lage

Messe Luzern: «Wir schauen nur noch drei Monate voraus»

Mario Trlaja, 27. August 2020, 07:36 Uhr
Markus Lauber blickt in eine ungewisse Zukunft.
© Boris Bürgisser / Luzerner Zeitung
Grosse Messen werden bereits auf 2022 verschoben. Bei der Messe Luzern sieht die Zukunft deshalb düster aus. Es brauche eine kurzfristige Wende, sagt Geschäftsleiter Markus Lauber.

Weil derzeit praktisch keine Einnahmen generiert werden, sitze der Gürtel bei der Messe Luzern derzeit extrem eng. «Unsere Mitarbeiter sind zwischen 70 und 80 Prozent in Kurzarbeit», sagt Markus Lauber, Geschäftsleiter der Messe Luzern. Die finanzielle Lage sei noch «unter Kontrolle». Doch: «Wir schauen zurzeit nur Quartal für Quartal voraus», so der Geschäftsführer.

Wie lange bleiben die Luzerner Messehallen noch leer?

© Messe Luzern

Absage um Absage

Noch im Juli wurde gross verkündet, dass etwa die Zentralschweizer Bildungsmesse Zebi im November stattfinden wird. Unter den grossen Veranstaltungen bleibt die Zebi aber damit die Ausnahme. Wichtige Umsatzträger wie die Malermesse Appli Tech, die Baumaschinenmesse Baumag oder die Hunkeler Innovation Days seien noch nicht bestätigt oder die Anlässe bereits auf 2022 verschoben worden.

Was braucht es, damit der Messe Luzern die Luft bis 2022 nicht ausgeht? Planungssicherheit, sagt Markus Lauber. «In den nächsten drei Monaten brauchen wir wieder verbindliche Zusagen der Aussteller.» Es wäre kaum vorstellbar: Wenn Messen und Veranstaltungen wieder zum Alltag gehören würden, aber keine Betreiber mehr da sind.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 27. August 2020 07:37
aktualisiert: 27. August 2020 07:36