Stadt Luzern

«Milchsäurebakterien sind eigentlich nicht im Trinkwasser»

31. Juli 2022, 19:51 Uhr
Viele Leute haben sich am Sonntagmorgen in der Stadt Luzern wohl erschrocken, als sie den Zettel an ihrer Tür fanden mit der Information, dass sie das Wasser aus dem Hahn nicht mehr trinken dürfen. Wie das passieren konnte, ist für die «ewl» noch nicht klar.
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«Milchsäurebakterien kommen im Trinkwassersystem eigentlich nicht vor und können sich darin auch nicht vermehren», sagt Patrick Rust, Vorsitzender der Geschäftsleitung der städtischen Wasserversorgung «Energie Wasser Luzern» (ewl). Dass es im Wasser im Quartier Langensand-Matthof Milchsäurebackterien hat, müsse also einen äusseren Einfluss haben. Passieren könne dies beispielsweise durch einen defekten Hausanschluss oder allenfalls eine Baustelle, bei der Schmutzwasser mit Trinkwasser in Berührung kam.

Hast du das verunreinigte Wasser getrunken?

Damit die rund 3'000 Anwohnerinnen und Anwohner des betroffenen Quartieres das Hahnenwasser bald nicht mehr abkochen müssen, gebe man alles, so Rust: «Wir sind aktuell daran, es abzuklären.» Zum Duschen oder Händewaschen könne man das Wasser aber normal brauchen. Bis am Montagnachmittag sollten zudem das Resultat der neuesten Wasserprobe  vorliegen.

Wer das verunreinigte Wasser bereits getrunken hat, müsse sehen, wie der Körper darauf reagiert. «Für einen gesunden Menschen ist dies in der Regel kein Problem», sagt Patrick Rust von der «ewl». Habe jemand aber plötzlich Symptome wie starken Durchfall oder Fieber, solle man sich möglichst schnell in ärztliche Behandlung begeben.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 31. Juli 2022 19:41
aktualisiert: 31. Juli 2022 19:51
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