Kriminalgericht Luzern

Millionen-Betrüger muss für fast sieben Jahre ins Gefängnis

14. September 2020, 08:02 Uhr
Der Betrüger hatte mehrere Luxusautos in seinem Besitz.
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Ein angeblicher Wertpapierhändler aus Deutschland soll über sechs Jahre Luzerner Investoren um eine Summe von über neun Millionen Franken betrogen haben. Nun hat ihn das Luzerner Kriminalgericht zu sechs Jahren und elf Monaten Gefängnis verurteilt.

Der deutsche Geschäftsmann habe die Investoren immer wieder mit der gleichen Masche betrogen. Der Verurteilte habe sich als reichen Geschäftsmann ausgegeben, habe die Investoren überredet, Geld in ihn zu investieren und ihnen hohe Renditen versprochen. Mit den ergaunerten neun Millionen Franken hatte sich der Mann in Luzern ein Luxus-Leben finanziert – mit Villa am See, teuren Autos und sogar einem Privat-Jet inklusive Flugbegleiterin.

Der mutmassliche Betrüger ist wegen gewerbsmässigem Betrug, Pfändungsbetrug, Veruntreuung, Urkundenfälschung und gewerbsmässiger Geldwäscherei schuldig gesprochen worden. Das Gericht spricht eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und elf Monaten aus. Zusätzlich soll er eine Strafe von 36'000 Franken bezahlen. Doch auch seine Opfer soll er entschädigen: Insgesamt muss er 3,429 Millionen Franken an vier Privatkläger zahlen.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den mutmasslichen Betrüger acht Jahre Gefängnis gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 14. September 2020 06:26
aktualisiert: 14. September 2020 08:02