Politik

Müssen Vereine bald zahlen? Abstimmung in Kriens

25. Januar 2023, 16:22 Uhr
In Kriens wird an diesem Wochenende über die Revision der Billettsteuer abgestimmt. Ein Thema, das lokal umstritten ist. Hier erfährst du, worum es geht und wer dafür oder dagegen ist.
Schon abgestimmt? Hier erfährst du, wer welche Position hat. (Symbolbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
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Endlich wird über die Revision der Billettsteuer abgestimmt, hört man es aus Kriens. Denn die Abstimmung hätte schon im November sein sollen, konnte dann aber nicht durchgeführt werden, da das Abstimmungsbüchlein fehlerhaft war. Die Billettsteuer gibt es zwar schon in Kriens, momentan betrifft sie aber nur gewinnorientierte Unternehmen.

Worum geht es?

In der neuen Billettsteuer sollen auch Vereine eine Billettsteuer zahlen. Diese ist 10 Prozent des Eintrittspreises hoch, falls die Einnahmen durch Tickets über 10'000 Franken im Jahr sein sollten. Ausgenommen bleiben weiterhin gemeinnützige Organisationen. So soll das finanziell schwache Kriens Mehreinnahmen von 150'000 bis 200’000 Franken pro Jahr generieren. Im Stadtparlament wurde die Vorlage mit 20 zu 7 Stimmen angenommen. Die SP änderte aber inzwischen ihre Position und ist in der Abstimmung dagegen.

Wer ist dafür und wieso?

Für die Billettsteuer sind die Mitte, die SVP, die GLP und die Grünen. Ihre Hauptargumente sind folgende:

  • Die Stadt Kriens benötigt das Geld, das durch die Steuer eingenommen wird.
  • Es ist nur fair, wenn auch Vereine davon betroffen sind, die hohe Einnahmen erwirtschaften.
  • Kriens unterstützt die Vereine trotzdem; durch Subventionen, günstige Mieten und dergleichen.
  • Die Städte im Umkreis haben alle auch eine Billettsteuer – jetzt ist Kriens an der Reihe.

Wer ist dagegen und wieso?

Die FDP, die junge Mitte, die SP und grosse Vereine, wie der SC Kriens. Ihre Hauptargumente sind Folgende:

  • Viele Vereine arbeiten nicht gewinnorientiert, würden nun aber trotzdem Billettsteuer zahlen müssen. Die Definition von «gemeinnützig» ist deshalb zu eng.
  • Die Mehreinnahmen sind nur ein Tropfen auf den heissen Stein und haben somit keine Wirkung.
  • Die Steuer wird zu einer grossen Belastung für die Vereine der Stadt – wie den SCK.
  • Tickets werden teurer, weil die Vereine die Steuern den Kunden weitergeben.

Die Brisanz der Vorlage ist an den Parolen der Parteien erkennbar. Sie lassen sich nicht in ein Rechts-Links-Schema einordnen und auch die grossen Vereine beziehen klar Position.

Jetzt bist du dran: Hast du noch weitere Argumente, die für oder gegen die Revision der Billettsteuer sprechen?

(pal)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. Januar 2023 18:16
aktualisiert: 25. Januar 2023 18:16