24-Millionen-Projekt

Neuer Bushof in Sursee nimmt nächste Hürde

15. März 2022, 07:26 Uhr
Die Stadt Sursee ist dem neuen Bushof und der neuen Velostation einen Schritt näher gekommen. Die Stimmberechtigten der Stadt haben das knapp 24 Millionen Franken schwere Projekt an der Gemeindeversammlung an die Urne überwiesen.
So soll der neue Bushof in Sursee dereinst aussehen.
© Stadt Sursee

Zehn Jahre wurde er geplant, jetzt legt der Surseer Stadtrat den neuen Bushof und die unterirdische Velostation der Bevölkerung vor. Am 15. Mai stimmt Sursee an der Urne über das Millionenprojekt ab. Das hat die ausserordentliche Gemeindeversammlung am Montagabend beschlossen. Das Interesse am Projekt war gross, 170 Stimmberechtigte nahmen an der Versammlung teil, schreibt die «Luzerner Zeitung».

Geplant ist ein Ausbau des Bushofs beim Bahnhof Sursee. Dieser wird täglich von 20'000 Personen frequentiert. Der neue Bushof soll unter anderem acht Haltekanten aufweisen. Weiter ist der Bau einer unterirdischen Velostation mit über tausend Veloparkplätzen geplant. Diese soll an die bestehenden Unterführungen angeschlossen werden. Der Bahnhofplatz soll für Autos weitgehend gesperrt werden, einzig die dort ansässigen Geschäfte können noch angefahren werden.

SBB erhöhen Beitrag

Insgesamt kostet das Projekt rund 24 Millionen Franken. Davon trägt die Stadt Sursee 10,9 Millionen Franken. Das restliche Geld kommt allen voran vom Kanton Luzern, der 9,5 Millionen beisteuern wird. Das Kantonsparlament wird voraussichtlich im Mai über den Grossteil des Beitrags entscheiden.

Umstritten war bis vor kurzem der Beitrag der SBB. Ursprünglich wurden 3 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Dann reduzierten die SBB ihren Beitrag auf nur noch 750'000 Franken. Am Montagabend konnte Bauvorsteher Romeo Venetz (Mitte) der Gemeindeversammlung mitteilen, dass der SBB-Beitrag auf 1,75 Millionen Franken erhöht wird.

Veloparkplätze sind gratis

Die Kosten für die Velostation sind mit 9,8 Millionen Franken veranschlagt. In der Stadt Luzern wurde eine unterirdische Velostation beim Bahnhof kürzlich an der Urne versenkt. Die Luzerner Lösung wäre aber doppelt so teuer wie jene in Sursee gewesen.

Trotzdem gab die Velostation am Montagabend in Sursee zu reden. Ein Bürger stellte bereits im Voraus die Frage, warum die Veloparkplätze nicht bewirtschaftet werden. Romeo Venetz sagte dazu, dass es keine Rechtsgrundlage für die Bewirtschaftung von Veloparkplätzen gebe. Zudem würde sich der Beitrag der SBB um 600'000 Franken verkleinern, sollten die Veloparkplätze kostenpflichtig sein.

(Luzerner Zeitung/Dominik Weingartner)

Quelle: Luzerner Zeitung
veröffentlicht: 15. März 2022 06:59
aktualisiert: 15. März 2022 07:26
Anzeige