Software

Parlamentskommission soll Luzerner Softwaredebakel untersuchen

18. Februar 2022, 12:17 Uhr
Im Kanton Luzern soll eine parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) die Ausschreibung der Schuladministrationssoftware unter die Lupe nehmen. Dies verlangt die Grünliberale Partei (GLP). Der Kanton hatte das Projekt Educase am 7. Februar abgebrochen.
Eine PUK soll zeigen, wo es im Softwareprojekt Educase harzte. (Symbolbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Der Kanton Luzern hatte 2014 im Rahmen einer Ausschreibung der Firma Base-Net Informatik AG in Sursee den Zuschlag für das Programm erteilt, das den Volksschulen eine einheitliche Plattform für die Verwaltung hätte geben sollen. Die Software hätte bis im Sommer 2019 in den Schulen laufen sollen. Bislang steht sie erst in 64 Gemeinden zur Verfügung. Die Kosten beliefen sich für den Kanton bislang auf eine knappe Million Franken.

Die GLP-Fraktion des Kantonsparlaments beantragt nun mit einem Antrag an den Kantonsratspräsidenten, den Präsidenten des Parlaments, die Einsetzung einer PUK. Es müsse, auch im Interesse der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, Transparenz rund um die Vergabe und das Scheitern der Software geschaffen werden, teilte die Partei am Freitag mit. Es müssten die Prozesse analysiert und die finanziellen und rechtlichen Konsequenzen für die Gemeinden aufgezeigt werden. Es sollten auch Lehren für eine Neuausschreibung gezogen werden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 18. Februar 2022 12:09
aktualisiert: 18. Februar 2022 12:17
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