Fritschivater-Abholung

Parmelin: «Die Leute brauchen jetzt ein bisschen Humor»

Tobias Hotz, 15. Januar 2022, 18:34 Uhr
Die Fritschivater-Abholung mit dem anschliessenden Bärteliessen ist einer der Höhepunkte im Amtsjahr jedes Fritschivaters. In diesem Jahr war Bundesrat Guy Parmelin als Ehrengast geladen. Die Fasnacht sei gerade in dieser Zeit wichtig, obwohl sie ihm in Bern manchmal den Schlaf raube.
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Quelle: Tele 1

Vor zwei Wochen wurde Viktor Giopp zum Fritschivater gewählt. Schon jetzt sei er voll in seinem neuen Amt angekommen: «Es blieb mir gar nichts anderes übrig. Es geht so schnell.» Mit dem Bärteliessen am Samstag steht ein Höhepunkt auf dem Programm – kurz nach der Wahl zum Zunftmeister und Fritschivater. Trotz des Besuchs von Bundesrat Guy Parmelin kein Grund zur Nervosität für Giopp: «Wir sind in einem Land, wo man sich kennt und sich die Hand gibt. Nervosität wäre daher fehl am Platz.»

Aber komplett relaxed blickt Viktor Giopp dem Bärteliessen dann doch nicht entgegen. Dies liegt jedoch nicht an den anwesenden Gästen, sondern an seinen Aufgaben. «Der ganze Ablauf des Abends müsste ich in einem Skript festhalten. Weiter muss ich eine Ansprache halten, die einen vernünftigen Inhalt haben sollte», erklärt der Fritschivater. Bei diesen Aufgaben hilft eine gewisse Routine sicherlich. «Nach dem Aufstehen um halb sieben ging ich mit meinem Hund spazieren.»

Corona verkleinert den Rahmen

Nach dem Spaziergang mit seinem Hund Lilo und einem deftigen Frühstück im Restaurant «Old Swiss House» folgte die Fahrt mit der Kutsche in Richtung des Restaurants «Wilden Mann». Normalerweise wird der Fritschivater dabei von einer Guuggenmusik und zahlreichen Fasnachtsbegeisterten begleitet. In diesem Jahr waren keine Guuggenklänge zu hören und weniger Publikum auf dem Kapellplatz, als Viktor Giopp in seiner Kutsche dreimal um den Fritschibrunnen fuhr. Die Gefühle von Giopp passen zur Kreiselfahrt: «Es ist ein rundherum Gefühl. Es ist sensationell.»

Fasnacht raubt dem Bundesrat den Schlaf

Sensationell findet auch Ehrengast Guy Parmelin die Fritschivater-Abholung. Aus dem Kanton Waadt kenne er die Fasnacht zwar nicht, doch in Bern bereitet sie ihm schlaflose Nächte. «Ich höre jedes Jahr in Bern, wenn die Fasnacht kommt und dann ist es schwer, zu schlafen.» Der Bundesrat betont bei seinem Besuch die Wichtigkeit der Fasnacht. «Die Leute brauchen jetzt ein bisschen Humor und den gegenseitigen Austausch.» Wie lange er selbst am Anlass bleibt, liess er offen: «Nächste Woche muss der Bundesrat wieder arbeiten. Ich habe gelesen, dass der Bundesrat Ende der Woche nicht arbeitet, aber das stimmt nicht.»

(hto)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. Januar 2022 18:34
aktualisiert: 15. Januar 2022 18:34
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