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An Fasnacht weggewiesen

Polit-Twitterer Rimoldi von Luzerner Polizei ausgekontert

14. Februar 2021, 09:39 Uhr
Der Luzerner Exil-FDPler Nicolas Rimoldi schiesst vor allem auf Twitter immer wieder scharf. Gegen den Bundesrat, gegen die EU, gegen das BAG. Am Samstag traf es die Luzerner Polizei. Diese reagiert nüchtern auf die Vorwürfe.
Nicolas Rimoldi wird von Polizeibeamten am «rüüdige Samschtig» der Altstadt verwiesen.
© Twitter / Nicolas Rimoldi

Grund war eine Wegweisung des ehemaligen Mitglieds der Luzerner Jungfreisinnigen am «Rüüdige Samschtig» in Luzern. Obwohl er «alleine auf einem Bänkli» sass, sei er von der Polizei weggewiesen und für die Altstadt mit einem Rayonverbot belegt worden, so Rimoldi. «Ich habe - alleine (!) - gegen das Versammlungsverbot verstossen», schreibt sich das AUNS-Vorstandsmitglied auf Twitter den Frust von der Seele – «Geht's noch?»

Dazu postet Rimoldi ein Foto, das ihn umringt von vier Beamtinnen zeigt. Es ist nicht auszumachen, ob die Fedora auf dem Kopf des Jungpolitikers Teil einer Fasnachtsverkleidung ist und er aus diesem Grund die Altstadt besuchte.

Die Luzerner Polizei lässt nicht lange mit einer Antwort auf sich warten. Mehr als 50 Personen hätten sich am Samstag auf dem Luzerner Kornmarkt aufgehalten und Rimoldi sei bereits zuvor mehrere Male gebeten worden, die Altstadt zu verlassen. Dies hatte er in seinem Post zuvor nicht erwähnt. 

In den Kommentarspalten tauschen sich Kindergarten-Vergleiche (Rimoldi) und Diktatur-Vorwürfe (Polizei) gegenseitig ab, Twitter eben. Wie die Polizei gegenüber der «Luzerner Zeitung» mitteilt, seien am Samstag relativ wenige Verkleidete in der Altstand unterwegs gewesen. Bussen habe man keine Verteilt, dafür zwei Take-Aways geschlossen, weil die Gäste vor den Lokalen gegessen und getrunken haben. 

Nicolas Rimoldi ist bekannt dafür, auf Twitter seinen Unmut kundzutun. Auch über die eigene Partei. Seinen Streit mit der Luzerner FDP über die eigene Parteilinie trug er immer wieder online aus und schreckt dabei auch vor wirren Stalin-Vergleichen nicht zurück. Dies führte Ende Jahr zum Ausschluss des Jungpolitikers aus der Luzerner FDP. Im zürcherischen Hettlingen fand er allerdings wieder politischen Unterschlupf.

(tma)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 14. Februar 2021 08:40
aktualisiert: 14. Februar 2021 09:39