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EM 2022

Premiere: Nun gibt's erstmals Fussballerinnen im «Tschuttiheftli»

10. Januar 2022, 17:49 Uhr
Zu einem Fussball-Grossanlass gehört für viele Fans auch immer das Sammeln von Fussballbildern. Wer hier lieber auf gezeichnete Portraits als auf Fotos setzt, für den ist das «Tschuttiheftli» bestimmt das Richtige. Für das Heft der Europameisterschaft der Frauen 2022 haben sich bei dem Luzerner Tschuttiheftli gleich 180 Künstlerinnen und Künstler beworben. Einer der es ins Heft gschafft hat ist Pablo Bösch.
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Quelle: Tele 1

Sie sind ganz unterschiedlich herausgekommen, die Bewerbungen für das «Tschuttiheftli» für die Frauen-EM 2022. Auch der Luzerner Kunststudent Pablo Bösch hat sich beworben, und darf nun die französische Nationalmannschaft zeichnen. Bösch zeichnet vor allem digital: «Ich habe sie einfach mal abgezeichnet auf dem Ipad. Einfach ausprobiert und dann abgeschickt.»

Seit 2008 gibt es das Tschuttiheftli. Bislang wurden allerdings nur Männer gezeichnet. Höchste Zeit also für einen Wandel. Man habe das schon lange einmal machen wollen, sagt Lilia Glanzmann, Jurorin Tschuttiheftli 2022. «Frauenfussball hat eine enorme Aufmerksamkeit. Es gibt immer mehr Leute, die Frauenfussball schauen. Deshalb denke ich, es ist total zeitgemäss, dass man dem genau so viel Aufmerksamkeit schenkt, wie den Herren-Turnieren.»

Ob es bei der Männer-WM in Qatar auch ein Tschuttiheftli geben wird, sei noch nicht klar. Da alle ehrenamtlich arbeiten, wisse man noch nicht, ob neben der Frauen-EM noch genügend Zeit für die Männer-WM bleibt.

Pablo Bösch darf nun derweil die französische Nationalmannschaft porträtieren. «Es ist cool, man kann seinen eigenen Stil reinbringen», sagt er. Um solche Künstler zu bezahlen, läuft aktuell noch ein Crowdfunding. Bis Ende Monat haben die Künstlerinnen und Künstler noch Zeit, die Fussballerinnen zu zeichnen.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 10. Januar 2022 17:49
aktualisiert: 10. Januar 2022 17:49